Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)

Über das Förderprogramm

Mit der Förderung von kommunalen Modellvorhaben unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Kommunen und andere Akteure in Strukturwandelregionen bei der Verwirklichung ökologischer Nachhaltigkeitsziele und dem Einstieg in einen langfristig umweltverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS).

Die ausgewählten Braunkohleregionen, das Lausitzer, Mitteldeutsche und Rheinische Revier, werden durch die Förderung von Modellvorhaben bekräftigt, zu wegweisenden Pilotregionen nachhaltiger Entwicklung mit Vorbildfunktion zu werden. Ein ökologisch nachhaltiger Strukturwandel kann insbesondere dann gelingen, wenn die Ideen und der Gestaltungswille aus den Regionen selbst kommen. Ziel des Förderprogramms ist es daher, die verschiedenen Akteure in den Braunkohleregionen bei der Umsetzung von mehr Nachhaltigkeit in den Kommunen zu bestärken sowie zu vernetzen, sodass die Erfahrungen aus den geförderten Modellvorhaben auch anderen Strukturwandelregionen zugutekommen.

Lausitzer Revier

in Brandenburg:
Landkreis Dahme-Spreewald
Landkreis Elbe-Elster
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Landkreis Spree-Neiße
Stadt Cottbus

in Sachsen:
Landkreis Bautzen
Landkreis Görlitz

Mitteldeutsches Revier

in Sachsen:
Landkreis Leipzig
Landkreis Nordsachsen
Stadt Leipzig

in Sachsen-Anhalt:
Burgenlandkreis
Saalekreis
Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Landkreis Mansfeld-Südharz
Kreisfreie Stadt Halle

Rheinisches Revier

in Nordrhein-Westfalen:

Kreis Düren
Kreis Euskirchen
Kreis Heinsberg
Rhein-Erft-Kreis
Rhein-Kreis Neuss
Stadt Mönchengladbach
Städteregion Aachen

Wer ist antragsberechtigt?

Einen Antrag können unter Berücksichtigung der Fördergebietskulisse stellen: 

  • Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) sowie ein zum Zweck des Antrages initiierter Zusammenschluss von Kommunen
  • Kommunale Zusammenschlüsse, wie z. B. Zweckverbände, Landschaftsverbände, Regionalverbände
  • Unternehmen; für kommunale Eigenbetriebe ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist die jeweilige Kommune antragsberechtigt
  • Stiftungen, Vereine und Verbände
  • Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen

Fördergebietskulisse: Die Antragsstellenden müssen ihren Sitz oder ihre Niederlassung in den oben genannten Regionen des Lausitzer Reviers, des Mitteldeutschen Reviers und des Rheinischen Reviers haben.

(siehe KoMoNa-Förderrichtlinie Nummer 3.1)

Nicht antragsberechtigt sind die Bundesländer sowie deren Einrichtungen. Von der Förderung ausgeschlossen sind zudem Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist. Dasselbe gilt für Antragstellende und, sofern die oder der Antragstellende eine juristische Person ist, für die Inhaberin oder den Inhaber der juristischen Person, die eine eidesstattliche Versicherung nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung abgegeben haben oder zu deren Abgabe verpflichtet sind. Einzelpersonen werden nicht gefördert.

(siehe KoMoNa-Förderrichtlinie Nummer 3.2)

Was wird gefördert?

Förderung konzeptioneller Maßnahmen zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

 

  1. Kommunale Nachhaltigkeitskonzepte
  2. Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement
  3. Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und Teilhabe / Kommunale und regionale Wettbewerbe und Kampagnen
  4. Außerschulische Bildungs- und Kulturprojekte

Bitte entnehmen Sie ergänzende Informationen zu den Fördergegenständen 1. Kommunale Nachhaltigkeitskonzepte und 2. Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement den „Häufig gestellten Fragen zu KoMoNa“.

(siehe KoMoNa-Förderrichtlinie Nummer 2.2)

Förderung investiver Maßnahmen zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

 

  1. Nachhaltige, biodiversitätsfördernde Gestaltung von Flächen, Dächern und Fassaden
  2. Maßnahmen für mehr Umweltgerechtigkeit in Quartieren und Stadtteilen
  3. Entsiegelung von Flächen und Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen
  4. Naturnahe Gestaltung / Renaturierung von kommunalen und privaten Gewässern sowie deren Ufer
  5. Beiträge für umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus sowie Freizeit- und Erholungsgestaltung unter besonderer Berücksichtigung der Biodiversitätsförderung
  6. Schaffung von umweltverträglichen Mobilitätskonzepten für nachhaltige Tourismus- und Freizeitgestaltung
  7. Außerschulische Umwelt- und Naturschutzbildung

 

(siehe KoMoNa-Förderrichtlinie Nummer 2.3)

Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren?

Das Bewerbungsverfahren für KoMoNa verläuft in zwei Stufen.

1. Stufe der Antragstellung – Informationen zum Skizzenverfahren

In der ersten Stufe des Antragsverfahrens reichen Sie eine Projektskizze innerhalb des Skizzeneinreichungsfensters ein. Sie soll alle notwendigen Informationen enthalten, damit eine fachliche Stellungnahme für die Auswahl erfolgen kann. Die aussagekräftigen Projektskizzen müssen in deutscher Sprache verfasst sein. In der Skizze sind die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen für eine Förderung nachzuweisen.

Die Einreichung von Projektskizzen erfolgt auf elektronischem Weg über das Förderportal des Bundes mit Hilfe des Formularsystems „Easy-Online“.

Bitte beachten Sie, die Bewerbung ist erst dann wirksam, wenn sie zusätzlich auf postalischem Wege an die Projekträgerin ZUG gesendet wird. Dafür drucken Sie bitte die über easy online eingereichte vollständige Projektskizze sowie alle erforderlichen Anlagen mit rechtkräftiger Unterschrift einer bevollmächtigten Person aus. Zusendungen per E-Mail oder Fax können nicht berücksichtigt werden.

Die Bestandteile einer Projektskizze sind:

Das Projektblatt
Das Dokument wird von Ihnen über das Förderportal des Bundes mit Hilfe des Formularsystems „Easy-Online“ generiert. Es enthält formale Basisinformationen zu den Kontaktpersonen und eine Kurzvorstellung des Projektthemas.

Die Ideenskizze
Diese soll von Ihnen als PDF-Dokument erstellt werden. Die Ideenskizze soll detaillierte Angaben zu dem geplanten Vorhaben enthalten. Die Einhaltung der vorgegebenen Gliederung aus dem Dokument „Musterskizze“ ist Voraussetzung, um bei der Auswahl berücksichtigt zu werden. Das Dokument wird Ihnen auf unserer Internetseite unter Dokumente zur Verfügung gestellt. Das Word- bzw. PDF-Dokument muss nach Erstellung bei „Easy-Online“ zusammen mit dem zuvor generierten Projektblatt hochgeladen werden.

Bitte reichen Sie Ihre Skizze vom 01.01.2021 bis zum 31.03.2021 ein.

Zur Fristwahrung genügt die elektronische Übersendung der Skizze auf „Easy-Online“. Eine rechtsverbindlich unterschriebene Papierversion der Skizze einschließlich aller Anlagen ist spätestens 14 Tage nach Ablauf des Skizzenfensters (Posteingang) bei der Projektträgerin ZUG gGmbH unter folgender Adresse nachzureichen:

Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH
Köthener Straße 4
10963 Berlin

Alle bis zur Frist eingegangen Bewerbungen in Form von Projektskizzen werden formal und inhaltlich auf ihre Eignung für eine Förderung im Rahmen von KoMoNa geprüft. Mit Abschluss der Auswertung nach den vorgegebenen Kriterien (siehe KoMoNa-Förderrichtlinie Nummer: 7.2) nimmt das BMU eine Auswahl der aussichtsreichsten Skizzen vor. Die entsprechenden Personen werden anschließend zur Antragstellung aufgefordert.

2. Stufe der Antragstellung – Informationen zum Förderantrag

Der Förderantrag soll die in der 1. Stufe skizzierte Projektidee ausführlicher beschreiben und belastbare Arbeits- und Zeitpläne sowie Ausgaben- bzw. Kostenkalkulationen enthalten. Mit der Aufforderung zur Antragstellung werden wir Ihnen alle erforderlichen Informationen zur Erstellung eines Förderantrags zur Verfügung stellen.

Beratungsangebot im Bewerbungsverfahren

Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Bewerbung (Skizze oder Förderantrag) beraten zu lassen. Hierzu bieten wir Ihnen folgende Beratungsangebote an:

Strategische Orientierungsberatung bis zum 31.12.2020

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) bietet potenziellen Skizzeneinreichenden und Antragstellenden Unterstützung bei der Entwicklung einer Projektidee. Das Beratungsangebot leistet Hilfe bei der Planung möglicher Vorhaben für eine Bewerbung zum Förderprogramm KoMoNa.

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13–15
10969 Berlin
Telefon: +49 30 39001 163
E-Mail: komona(at)difu.de

Zusätzlich bietet die Web-Seminarreihe: „So fördert die KoMoNa-Richtlinie nachhaltige Entwicklung in Braunkohlerevieren“ des Difu umfassende Informationen. Sie findet an folgenden Terminen statt:

Freitag, der 4. Dezember
Dienstag, der 8. Dezember

Freitag, der 11. Dezember

Beratung zu konkreten Fragen zum Förderprogramm KoMoNa

Das BMU hat die Projektträgerin Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) mit der Abwicklung des Förderprogramms KoMoNa beauftragt. Die ZUG berät in konkreten Fragen zur Skizzeneinreichung, Antragstellung sowie zum Förderprogramm und stellt alle wichtigen Informationen zur Durchführung des Förderprogramms auf dieser Website bereit.

Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH
Telefon: +49 30 700 181 333
E-Mail: KoMoNa(at)z-u-g.org

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und Nachhaltigkeitsziele

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) bildet den Rahmen für die nationale Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland und ist entlang den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen strukturiert. Die Strategie und die einzelnen Maßnahmen werden fortlaufend weiterentwickelt. Hierzu veröffentlicht die Bundesregierung alle vier Jahre Fortschrittsberichte. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie dient als Handlungsanleitung für eine umfassende zukunftsfähige Politik. Es geht um übergreifende Verantwortung für eine ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähige Entwicklung für alle Generationen.

Mit „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ fördert das Bundesumweltministerium vornehmlich eine ökologisch nachhaltige Entwicklung in den Kommunen. Daraus ergibt sich, dass die geförderten Projekte einen Schwerpunkt in der Umsetzung der folgenden acht umweltbezogenen Nachhaltigkeitsziele aufweisen müssen.