Bundesumweltministerium fördert zehn innovative Projekte für die kommunale Verkehrswende

11.02.2021 | Mitte 2020 hat das BMU den Zukunftswettbewerb #mobilwandel2035 gestartet, um Impulse für einen nachhaltigen Verkehr zu geben. Aus rund 140 eingereichten Beiträgen hat eine Fachjury unter Vorsitz von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zehn Projekte aus ganz Deutschland ausgewählt, die in den kommenden Monaten gefördert werden. Die Ideenvielfalt ist groß: Schwerin und Stuttgart wollen nachhaltige Logistikkonzepte entwickeln, mehrere Kommunen in Hessen und Niedersachsen suchen kreative Lösungen für den Pendlerverkehr im ländlichen Raum und Hamburg möchte eine Hauptverkehrsstraße neu gestalten. Für den Berliner Nordwesten, Solingen und einige Gemeinden in Schleswig-Holstein sollen umfassende Mobilitätskonzepte erarbeitet werden.

Die ausgewählten Projekte spiegeln eine große Vielfalt lokaler Ideen für die Zukunft der Mobilität wider:

  • Baden-Württemberg: Digital_Logistics @ LHS (Stuttgart)
  • Berlin: Leitbild nachhaltige Mobilität 2035 im Berliner Nord-Westen
  • Hamburg: Verbindungen stärken, Trennung überwinden
  • Hessen: Mobiles Arbeiten / CarSharing Schwalm-Eder-Kreis
  • Hessen: Reallabor Nordhessen (Trendelburg)
  • Mecklenburg-Vorpommern: Schweriner Lieferverkehr der Zukunft
  • Niedersachsen: mobil ans #werk – gemeinsam mit Unternehmen mobil (Burgwedel)
  • Nordrhein-Westfalen: Lebensqualität steigern durch #mobilwandel2035 (Bad Honnef)
  • Nordrhein-Westfalen: MOVE – Mehr Mobilität mit weniger Verkehr (Solingen)
  • Schleswig-Holstein: Smarter Marktplatz für die Mobilität der Zukunft (Bredstedt und andere Kommunen)

Mit dem Wettbewerb #mobilwandel2035 möchte das Bundesumweltministerium innovative Konzepte und Vorstellungen für eine Mobilität der Zukunft unterstützen. In einer ersten Förderphase sollen dafür Zielbilder entwickelt werden, die Visionen für eine nachhaltige Mobilität im Jahr 2035 zeichnen. Im Fokus stehen wichtige Herausforderung, wie der Pendler- oder Wirtschaftsverkehr sowie die Frage, wie Mobilität auch im ländlichen Raum umweltfreundlich gestaltet werden kann. Ein Schwerpunkt in allen Konzepten soll die Digitalisierung als eine der zentralen Zukunftsaufgaben sein. Die rund 140 Einreichungen kamen aus Kommunen, von Unternehmen und von Hochschulen oder anderen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie von Vereinen und Verbänden.

Für die Erstellung der Zielbilder stehen den Gewinner*innen jeweils bis zu 150.000 Euro für zehn Monate zur Verfügung. Später ist in ausgewählten Projekten die Förderung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung des Zielbildes geplant. Die Gesamtfördersumme für alle Projekte beläuft sich auf 5,25 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren.