Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Soziale Einrichtungen sind in besonderem Maße von den fortschreitenden Auswirkungen des Klimawandels, wie beispielsweise Hitze oder Starkregen, betroffen. Gleichzeitig leisten die Einrichtungen – nicht nur im Rahmen der COVID-19-Pandemie – einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie übernehmen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung, die ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt, und tragen somit auch langfristig zum Gemeinwohl bei.

In den Jahren 2020 bis 2023 wird das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit einem neuen Förderprogramm soziale Einrichtungen und deren kommunale und sonstige Träger, wie beispielsweise Wohlfahrtsverbände, unterstützen, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Insgesamt werden 150 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieses Förderprogramms will das BMU dazu beitragen, sowohl akute klimatische Belastungen in den sozialen Einrichtungen abzumildern als auch eine umfassende Vorbereitung auf zukünftige klimatische Veränderungen zu ermöglichen. Dies dient auch dazu, die Bedingungen für die Arbeit und Betreuung in sozialen Einrichtungen zu verbessern und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie Pflegebedürftige oder chronisch Kranke, Kinder und Jugendliche oder ältere Menschen, zu schützen. Das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo) ist Bestandteil des COVID-19-Konjunkturpakets der Bundesregierung.

Hinweis: Für Anträge, die bis zum 30.Juni 2021 gestellt werden, gelten erhöhte Förderquoten (siehe hierzu Informationen zum Antragsverfahren und zur Förderung).

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind:

  • soziale Einrichtungen in kommunaler, kirchlicher oder freier Trägerschaft,
  • deren Träger und
  • deren Spitzenverbände,
  • Verbände auf Landes-, Bezirks- oder Kreisebene sowie
  • weitere gemeinnützige juristische Personen mit Schwerpunkt der sozialen Arbeit und der Wohlfahrtspflege mit überwiegender Aktivität in Deutschland.

Dies sind insbesondere:

  • Wohlfahrtsverbände, kirchliche Körperschaften und ihre Arbeitsgemeinschaften,
  • Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime,
  • ambulante oder stationäre Pflegedienste und deren Träger,
  • stationäre Altenhilfe und Wohngruppen,
  • Behindertenwerkstätten,
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie,
  • Müttergenesungswerke,
  • Kindergärten, Kindertagesstätten und Spielplätze,
  • Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen,
  • gemeinnützige Einrichtungen der Erwachsenenbildung,
  • Mehrgenerationenhäuser mit offenem Tagestreffpunkt,
  • Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen,
  • Kieztreffs und Begegnungsstätten,
  • Flüchtlingseinrichtungen,
  • Obdachloseneinrichtungen und Tafeln,
  • Breitensportvereine und öffentliche Sportstätten,
  • Bibliotheken,
  • Träger des Brand- und Katastrophenschutzes und Rettungswesens,
  • Selbsthilfegruppen und Sozialberatungsstellen,
  • Jugendherbergen und Familienferienstätten,
  • Träger der beruflichen Eingliederung und beruflichen Weiterbildung,
  • Bildungsträger der Sozialen Arbeit (z.B. Tagungshäuser, Fortbildungseinrichtungen, Bildungswerke und Akademien),
  • Frauenhäuser,
  • Einrichtungen der Jugendhilfe und SOS-Kinderdörfer,
  • Einrichtungen zur Betreuung und Behandlung suchtkranker Menschen.

Voraussetzung für die Antragsberechtigung ist die Rechtsfähigkeit und rechtliche Selbstständigkeit der Antragstellenden. Sofern dies nicht der Fall ist, kann der jeweilige Träger die Beantragung übernehmen.
Nicht antragsberechtigt sind die Bundesländer sowie deren Einrichtungen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Ziffer 3 in der Förderrichtlinie.

Welchen zeitlichen Rahmen gibt es?

Die Förderrichtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2023. Ein erstes Antragsfenster ist bis zum 15. Dezember 2020 geöffnet. Weitere Antragsfenster sind sowohl für das 1. Quartal 2021 als auch in den Folgejahren vorgesehen.

Die geförderten Vorhaben müssen bis zum 1. Juli 2023 abgeschlossen sein.

Was wird gefördert?

Gefördert werden sowohl strategische Beratungsleistungen und die Erstellung umfassender Konzepte als auch investive Maßnahmen und Informationskampagnen und Bildungsangebote zur Anpassung an den Klimawandel in sozialen Einrichtungen. Die Förderung umfasst die folgenden drei Förderschwerpunkte:

Förderschwerpunkt 1: Beratung und Konzepte

Beratung und Erstellung von Konzepten zur Anpassung an den Klimawandel in sozialen Einrichtungen

Förderschwerpunkt 1.1: Einstiegs- und Orientierungsberatung

Gefördert wird in der Regel eine Beratung durch externe Dienstleisterinnen und Dienstleister, um die soziale Einrichtung bzw. deren Träger hinsichtlich folgender Themen zu unterstützen:

  • Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels,
  • Detail-Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen (z.B. architektonisch, statisch, landschaftlich-gestalterisch),
  • Erstellung eines Kostenplanes oder erster Analysen,
  • Vorbereitung von Informations- und Bildungsangeboten.

Soziale Einrichtungen sollen so befähigt werden, die notwendigen Informationen und Unterlagen für die Beantragung einer Förderung zur Umsetzung investiver Maßnahmen (Förderschwerpunkt 2) oder zur Durchführung von Informations- und Bildungsangeboten (Förderschwerpunkt 3) zusammenzutragen.

Gefördert werden ausschließlich Beratungsleistungen für Institutionen, die noch nicht über ein Klimaanpassungskonzept verfügen.

Weitere Informationen, etwa zu den zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten, Mindestsummen oder Projektlaufzeiten, finden Sie unter Ziffer 2.1.1 in der Förderrichtlinie sowie im ergänzenden Merkblatt und der Mustervorhabenbeschreibung.

Förderschwerpunkt 1.2: Erstellung von Anpassungskonzepten

Gefördert wird die Erstellung eines Konzeptes, das aufzeigen soll, wie sich die soziale Einrichtung effektiv, nachhaltig und umfassend mit einem maßgeschneiderten Maßnahmenpaket an die Folgen des Klimawandels anpassen kann. Das Konzept soll sowohl die Betroffenheit des Personals und der in der Einrichtung betreuten Personen, als auch die Chancen und Risiken, die sich für diese aus der Veränderung des Klimas ergeben können, aufgreifen.

Konzepte sollen insbesondere die Gesamtwirkung geeigneter Einzelmaßnahmen herausarbeiten und wenn möglich auf Synergien mit dem Klimaschutz eingehen.

Ziel ist eine anschließende Umsetzung der prioritären Maßnahmen unter Förderschwerpunkt 2.

Gefördert wird ausschließlich die Konzepterstellung für Institutionen, die noch nicht über ein Klimaanpassungskonzept verfügen.

Weitere Informationen, etwa zu den zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten, Mindestsummen oder Projektlaufzeiten, finden Sie unter Ziffer 2.1.2 in der Förderrichtlinie sowie im ergänzenden Merkblatt und der Mustervorhabenbeschreibung.

Förderschwerpunkt 2: Investive Maßnahmen

Investive Maßnahmen zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Gefördert wird die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen, die auf Grundlage einer Einstiegs- und Orientierungsberatung (Förderschwerpunkt 1.1) oder eines umfassenden Konzepts (Förderschwerpunkt 1.2) erarbeitet wurden.

Dabei kann das erarbeitete Maßnahmenpaket in seiner Gesamtheit oder teilweise umgesetzt werden, solange gesichert ist, dass die Maßnahme(n) einen Beitrag zur Anpassung an mindestens eine Auswirkung des Klimawandels leistet/leisten. Voraussetzung für den Antrag ist der Nachweis einer fachkundigen Beratung oder das Vorliegen eines Anpassungskonzepts mit einem für die jeweilige Einrichtung individualisierten Maßnahmenpaket. Dabei kann es sich entweder um ein bereits unter Förderschwerpunkt 1.2 gefördertes oder aber anderweitig erstelltes Konzept handeln.

Ausnahmen stellen schnell umsetzbare Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel dar, die:

  • keine öffentlich-rechtliche Genehmigung erfordern und
  • eine Laufzeit von voraussichtlich maximal sechs Monaten haben.

Für die Förderung dieser Maßnahmen ist eine Einstiegs- oder Orientierungsberatung oder das Vorliegen eines umfassenden Anpassungskonzepts gemäß Förderschwerpunkt 1 nicht erforderlich.

Aufgrund der Vielfalt möglicher Klimaauswirkungen, der jeweils unterschiedlichen lokalen Betroffenheit, der unterschiedlichen geographischen Verhältnisse und der unterschiedlichen Nutzergruppen sowie der individuellen Funktionsweise der jeweiligen Einrichtung, kommt ein großes Spektrum an Anpassungsmaßnahmen in Betracht. Beispiele können sein:

Maßnahmen am Gebäude

  • Maßnahmen zur Verschattung am Gebäude, beispielsweise durch Installation von Jalousien, Markisen, Roll- und Fensterläden sowie statischem Sonnenschutz (Überkopfverschattung),
  • Einbau von Fenstern mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung sowie isolierender Mehrfachverglasung, die es unter Beachtung der Einbruchsicherheit und möglicher Absturzgefahren ermöglichen, Fenster über längere Zeiträume zu öffnen,
  • Hitzereduzierung durch bauliche Veränderungen unter besonderer Berücksichtigung innovativer Baumaterialien (z. B. Schaffung heller Oberflächen zur Reflexion kurzwelliger Einstrahlung, Nutzung des Albedo-Effekts), Erhöhen der Bauteilmasse (z. B. Leichtbauwände mit Phasenwechselmaterialien), Wärmedämmung und /oder Freilegen von massiven Bauteilen (etwa Entfernen abgehängter Decken oder aufgeständerter Böden),
  • Beschaffung und Installation von Befeuchtungsanlagen zur adiabatischen Kühlung von Außenanlagen,
  • Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung am Gebäude.


Voraussetzung für die oben genannten Maßnahmen für die Nachrüstung von Gebäuden mit ausschließlichem Hitzeschutz ist, dass das Gebäude vor 2007 errichtet wurden. Diese Voraussetzung gilt nicht für Dach- und Fassadenbegrünung.

Maßnahmen im Gebäude

  • Anlagen zur passiven Raumkühlung,
  • Anlagen zur Belüftung oder Raumluftreinigung in medizinischen Einrichtungen, insbesondere, wenn sie durch eine Filterfunktion zur Steigerung der Raumluftqualität beitragen,
  • Errichtung von Cooling Centres für vulnerable Personengruppen, sofern möglich in Kellerräumen beziehungsweise auf Basis klimaschonender passiver Kühlung,
  • Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung in bestehende raumlufttechnische Anlagen,
  • Beschaffung von Kühlwesten und energieeffizienten Ventilatoren,
  • Installation von leitungsgebundenen Trinkwasserspendern.


Maßnahmen im Umfeld des Gebäudes

  • Maßnahmen zur Verschattung von Aufenthaltsbereichen, beispielsweise durch Pavillons, Sonnensegel, Pergolen,
  • Maßnahmen zur Straßen- und Hofbegrünung, beispielsweise durch Neupflanzung klimaangepasster, trockenresistenter, einheimischer Laubbaum- und Pflanzenarten, die besonders zur Kühlung und Verschattung geeignet sind,
  • Umsetzung landschaftsarchitektonischer Maßnahmen zur Klimawandelanpassung,
  • (Teil-)Entsiegelung von Flächen, um die natürliche Kühlfunktion und Wasseraufnahme- und -speicherkapazität des Bodens zu nutzen,
  • Schaffung von Verdunstungsflächen, beispielsweise durch Anlage von Wasserflächen,
  • Schaffung klimaangepasster Multifunktionsflächen, beispielsweise durch Anlage von Wasserspielplätzen,
  • Schaffung von Schutzbarrieren, beispielsweise durch Aufkantungen, Schwellen, Dammbalkensysteme oder Rinnen/Gräben zum Schutz vor eindringendem Wasser bei Starkregen,
  • Maßnahmen zur Verhinderung von Rückstau aus dem Kanalnetz, beispielsweise Abwasserhebeanlagen, Rückstauverschlüsse,
  • Schaffung dezentraler Auffangmöglichkeiten zur Zwischenspeicherung von Regenwasser, beispielsweise durch unterirdische Speicherbecken, Regenwasserzisternen, sowie von Versickerungsgruben und Rigolen unter Berücksichtigung der Vermeidung von Brutstätten von Stechmücken.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen gefördert werden

  • begleitende fachkundliche Beratungsdienstleistungen während der Umsetzungsphase,
  • flankierende, informierende/sensibilisierende Maßnahmen, die auf die Zielgruppe der Mitarbeiter*innen und/oder der Personen, die in der Einrichtung betreut werden, abzielen.

Weitere Informationen, etwa zu den zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten, Mindestsummen oder Projektlaufzeiten, finden Sie unter Ziffer 2.2 in der Förderrichtlinie sowie im ergänzenden Merkblatt und der Mustervorhabenbeschreibung.

Förderschwerpunkt 3: Kampagnen und Weiterbildungen

Kampagnen und Weiterbildungsprogramme zur Sensibilisierung für den Umgang mit klimabedingten Belastungen im Bereich der Sozial- und Bildungsarbeit

Sowohl das Personal in sozialen Einrichtungen als auch die zu betreuenden Menschen benötigen Informationen und bedarfsgerechte Bildungsmaßnahmen, um den klimabedingten Belastungen durch eigene Aktivitäten begegnen zu können.

Die Förderung beinhaltet deshalb sowohl umfassende Fortbildungs- und Beratungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche in sozialen Einrichtungen als auch Informationskampagnen, um Einrichtungen, Betroffene und Angehörige für den Umgang mit klimabedingten Belastungen zu sensibilisieren.

Gefördert werden beispielsweise Veranstaltungsreihen sowie öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Kampagnen zur Information, Qualifikation und Vernetzung von Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen. Vulnerable Gruppen selbst, pflegende Angehörige und weitere involvierte Akteure können ebenso adressiert werden.

Weitere Informationen etwa zu den zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten, Mindestsummen oder Projektlaufzeiten, finden Sie unter Ziffer 2.3 in der Förderrichtlinie sowie im ergänzenden Merkblatt und der Mustervorhabenbeschreibung.

Wie funktioniert das Antragsverfahren?

Das Antragsverfahren des Förderprogramms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ ist einstufig, somit wird keine Vorauswahl auf Basis von Projektideen getroffen, sondern es werden direkt Vollanträge gestellt. Das Verfahren unterteilt sich in mehrere Zeitfenster zur Einreichung von Anträgen.

Das erste Zeitfenster ist ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Richtlinie bis zum 15. Dezember 2020 geöffnet. Die weiteren Zeitfenster werden in den Folgejahren auf dieser Seite bekanntgegeben.

Es besteht in den Förderschwerpunkten 1.1 (Einstiegs- und Orientierungsberatung), 1.2. (Erstellung von Anpassungskonzepten) und 2 (Investive Maßnahmen zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen), die Möglichkeit, dass ein Träger für mehrere seiner Einrichtungen einen Förderantrag stellt.

In Förderschwerpunkt 3 (Kampagnen und Weiterbildungsprogramme zur Sensibilisierung relevanter Akteure im Bereich der Sozial- und Bildungsarbeit) sind zudem zum Beispiel folgende Institutionen als Verbundpartner antragsberechtigt:

  • Bildungsträger,
  • Vereine und Stiftungen,
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie
  • Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung und überwiegender Ergebnisverwertung in Deutschland.

Es können gleichzeitig mehrere Förderschwerpunkte beantragt werden.

Förderanträge müssen elektronisch über das Portal zur Beantragung von Fördermitteln des Bundes „easy-Online“ eingereicht werden. Bei Verbundvorhaben ist durch jeden Verbundpartner ein separater Antrag einzureichen.

Nach Absenden der elektronischen Version ist diese auszudrucken und der Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH mit Unterschrift einer bevollmächtigten Person sowie den entsprechenden Anlagen innerhalb von zwei Wochen zuzuleiten. Die Anträge sind in deutscher Sprache einzureichen.

Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Köthener Straße 4
10963 Berlin

Bitte verwenden Sie zur Antragstellung die bereitgestellten Mustervorhabenbeschreibungen (für Förderschwerpunkt 1.1, Förderschwerpunkt 1.2, Förderschwerpunkt 2, Förderschwerpunkt 3) und beachten Sie die zusätzlichen Informationen im Merkblatt zur Förderrichtlinie.

Förderanträge können grundsätzlich erst bearbeitet werden, wenn alle erforderlichen Unterlagen vollständig für die administrative und die fachliche Prüfung vorliegen.

Wie hoch sind die Förderquoten?

Zuwendungen erfolgen bei einer Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Die Finanzierung erfolgt bei Projekten auf Kostenbasis in der Regel als Anteilfinanzierung und bei Projekten auf Ausgabenbasis in der Regel als Fehlbedarfsfinanzierung. Die Antragstellenden verpflichten sich zur Berücksichtigung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Eigenmittel sind in Abhängigkeit des finanziellen Leistungsvermögens und als Ausdruck des Eigeninteresses in angemessener Höhe einzubringen.

Es gelten vorbehaltlich der beihilferechtlichen Zulässigkeit die nachfolgenden maximalen Förderquoten (in Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten).

Förderquoten

Juristische Personen des öffentlichen Rechts mit nicht wirtschaftlicher Betätigung, wie insbesondere Kommunen:

  • Förderquote: bis zu 80 Prozent; bis zu 90 Prozent für Förderschwerpunkt 1

Finanzschwache Kommunen sowie juristische Personen des privaten Rechts und deren Zusammenschlüsse, wie insbesondere Wohlfahrtsverbände:

  • Förderquote: bis zu 90 Prozent  
  • Förderquoten für Anträge, die bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden: bis zu 100 Prozent für den Förderschwerpunkt 1 sowie für schnell umsetzbare Maßnahmen unter Förderschwerpunkt 2, die keine öffentlich-rechtliche Genehmigung erfordern und eine Laufzeit von voraussichtlich maximal sechs Monaten haben

Juristische Personen des öffentlichen Rechts und des Privatrechts mit wirtschaftlicher Betätigung:

  • Förderquote: bis zu 75 Prozent
  • Förderquoten für Anträge, die bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden: bis zu 85 Prozent für den Förderschwerpunkt 1, sowie für schnell umsetzbare Maßnahmen unter Förderschwerpunkt 2, die keine öffentlich-rechtliche Genehmigung erfordern und eine Laufzeit von voraussichtlich maximal sechs Monaten haben

Staatliche/ staatlich anerkannte Hochschulen und öffentlich grundfinanzierte Forschungseinrichtungen (nur in Verbundvorhaben im Rahmen des Förderschwerpunkts 3 möglich):

  • Förderquote: bis zu 85 Prozent

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Ziffer 5.2 in der Förderrichtlinie.