Christian Kühn überreicht Förderscheck für Klimaanpassung

Mit den Mitteln aus dem BMUV-Programm "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" will der Landkreis ein nachhaltiges Klimaanpassungsmanagement aufbauen und die dafür nötige Personalstelle finanzieren. Zusätzlich zur Förderung begleitet das Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) den Landkreis und seine Beschäftigten mit Maßnahmen zur Qualifizierung und Vernetzung sowie einem speziellen Mentoring-Programm. Die Förderung und die Angebote des ZKA sind Teil des Sofortprogramms Klimaanpassung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke.

Mit dem Sofortprogramm Klimaanpassung wurde eine Beratungs- und Kompetenzoffensive für die Kommunen gestartet, um die Umsetzung von Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung an die Klimakrise voranzubringen. Teil des Sofortprogramms ist auch die novellierte Förderrichtlinie des Programms "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels". Mit diesem Programm fördert das BMUV wie mit diesem aktuellen Förderbescheid für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erstmals den Einstieg in das kommunale Klimaanpassungsmanagement. Ziel ist es, insbesondere Kommunen und kommunale Einrichtungen darin zu unterstützen, die notwendigen Anpassungsprozesse an die Klimakrise in Deutschland möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung anzugehen. Mit dem Förderprogramm sollen gezielt Anreize für eine strategische Steuerung der Anpassung an den Klimawandel in Kommunen durch kommunale Klimaanpassungskonzepte geschaffen werden. Damit soll jede Kommune die Klimaanpassung umsetzen können, die vor Ort zu ihr passt. Bereits im ersten Förderfenster haben rund 130 Kommunen einen Förderantrag gestellt.

Mithilfe eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes möchte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald seine Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen der Klimakrise erhöhen. Dafür ist die Einrichtung einer Vollzeitstelle einer Anpassungsmanagerin/eines Anpassungsmanagers für die Erstellung, Koordination und Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts geplant. Der Landkreis versteht sich in Fragen der Klimaanpassung und Risikoversorge als Dienstleister für seine 50 kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Im Fokus des nachhaltigen Anpassungskonzepts werden daher die eigenen Zuständigkeiten stehen. Künftig sollen die Fachbereiche des Landkreises als vernetzte Organisationseinheit den Kommunen zur Seite stehen. Mit ihren Fachkenntnissen sollen sie eine ganzheitliche Beratung und Unterstützung für die Klimaanpassung vor Ort bieten. Das Anpassungskonzept soll auf Chancen des Klimawandels aufmerksam machen und Maßnahmen zur Schaffung von Synergien formulieren, aber auch mögliche Konflikte aufzeigen.

Über die finanzielle Unterstützung hinaus sind die geförderten Kommunen in Qualifizierungs-, Vernetzungs- und Beratungsmaßnahmen des Zentrums KlimaAnpassung (ZKA) eingebunden. Eine entsprechende Fortbildung des geförderten Personals für das Klimaanpassungsmanagement wird maßgeblich durch das Angebot des ZKA in Form von Schulungen, thematischen Sprechstunden, Webinaren und einem speziellen Mentoringprogramm für die Klimaanpassungsmanagerinnen/Klimaanpassungsmanager gezielt unterstützt. Im Rahmen des Mentoringprogramms geben erfahrene Anpassungsmanagerinnen/Anpassungsmanager ihr praxisnahes Wissen an die Neueinsteiger*innen in der kommunalen Klimaanpassung weiter. Dabei richtet sich dieses Angebot nicht nur an das durch das BMUV-geförderte Personal, sondern an alle kommunalen Beschäftigen, die die Klimaanpassung vor Ort vorantreiben.

Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Projektträgerin im Auftrag des BMUV.