10.07.2020

Künstliche Intelligenz für den Klima- und Umweltschutz

KI-Leuchttürme tauschen sich beim ersten virtuellen Vernetzungstreffen aus

Am 9. und 10. Juni hat die ZUG im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Vorhaben der Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" zum ersten virtuellen Vernetzungstreffen eingeladen. Hierzu kamen insgesamt über 60 Projektbeteiligte zusammen. In Paneldiskussionen, Impulsvorträgen und Workshops lernten die Teilnehmenden sich gegenseitig kennen, tauschten Erfahrungen aus und diskutierten die Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI) für Klima und Umwelt.

Staatssekretär Jochen Flasbarth eröffnete das zweitägige Treffen der Förderinitiative. Er betonte, dass Künstliche Intelligenz ein wichtiges „Werkzeug“ sei, um Fortschritte für den Schutz von Klima und Umwelt und die Schonung von Ressourcen zu erreichen. Die Projektvorhaben haben dabei bewiesen, dass sie aus kreativen Ideen und ihrem digitalen Know-how, echte Lösungen für den Klima- und Umweltschutz entwickeln können.

Illustration mit Windrädern, Elektroauto und Frau mit Smartphone

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Jochen Flasbarth eröffnet Vernetzungstreffen der Förderinitiative "KI-Leuchttürme"

Tag 1

Am ersten Tag stellten die Teilnehmenden sich und ihre Projekte vor. Hierzu gab es Gruppen, die entlang gemeinsamer Themen und geteilter Beiträge zu den Sustainable Development Goals gebildet wurden. Dabei war schnell klar, dass die Vorhaben trotz der thematischen Vielfalt, oft vor ähnlichen Herausforderungen standen: Beispielsweise waren die für KI nötigen riesigen Datensätze schwer zu beschaffen oder durch den Corona-bedingten Ausfall von Präsenzveranstaltung konnten weniger Akteure zur Partizipation gewonnen werden.

Zugleich gab es gemeinsame Erfolge: neben den ersten Prototypen und Beta-Versionen waren es vor allem der gewinnbringende Austausch mit anderen Disziplinen und Praxispartner*innen sowie das große öffentliche Interesse an den Projekten. Manche Projekte berichteten sogar von einer Art Aufbruchsstimmung, die in der Fachcommunity und darüber hinaus zu spüren ist – KI und Umweltschutz werden immer öfter zusammengebracht, die Forschung dazu nimmt Fahrt auf, das Interesse steigt zunehmend.

Tag 2

Der zweite Tag stand im Zeichen der fachlichen Debatte zu Querschnittsthemen, etwa zur Erklärbaren KI (XAI) oder zu den Zukunftstrends der KI. Zudem beantworteten die Mitarbeitenden der ZUG allgemeine Fragen zur Projektabwicklung. Nicht zuletzt rahmten die politischen Impulse von Staatssekretär Jochen Flasbarth, Chief Digital Officer Martin Wimmer und Unterabteilungsleiter Dr. Marc Schattenmann des Bundesumweltministeriums die Veranstaltung ein. Sie kündigten außerdem die Fortschreibung der Förderinitiative unter zwei neuen Schwerpunkten an.

Die Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ ist ein Beitrag zur Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung mit dem Ziel, Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für KI-Technologien zu machen und dabei eine verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI voranzubringen. Mit der Förderinitiative werden KI-Anwendungen gefördert, die als konkrete und übertragbare Beispiele den Nutzen von KI-Innovationen für Umwelt-, Klima- und Naturschutz aufzeigen. Im Rahmen der ersten Förderrunde wurden insgesamt rund 300 Ideen eingereicht und 28 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 28 Millionen Euro bewilligt.

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