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Zukunftswettbewerb nachhaltige Mobilität #mobilwandel2035

Illustration mit Motiven zur Mobilität wie Fahrrad und Gehweg

Mobiles Arbeiten in wohnortnahen Satellitenbüros in Kombination mit nachhaltigen Verkehrsangeboten in Nordhessen

Zuwendungsempfängerin

Universität Kassel

  • Maßnahmen

  • Durchführung eines partizipativen Backcasting-Workshops und Entwicklung einer Roadmap zur Erreichung des Zielbildes 2035
  • Sechsmonatiges Reallabor mit kombinierten Coworking- und Verkehrsangeboten
  • Erstellung eines Leitfadens für die Integration von Verkehrsangeboten in Coworking-Spaces (CWS)
  • Entwicklung von Kombitarifen
  • Empirisch gestützte Ermittlung der verkehrlichen Wirkungen von CWS
  • Öffentlichkeitsarbeit und Abschlussveranstaltung

Laufzeit

laufend

01.01.2023 bis 31.12.2024

Was ist die Herausforderung?

Täglich pendeln rund 65.500 Beschäftigte in die Region Kassel ein. Nicht wenige dieser Strecken werden mit privatem Pkw zurückgelegt. Dies bedeutet nicht nur eine Belastung für die Umwelt, es ist für die Pendler*innen auch zeitaufwändig und kostenintensiv. Gleichzeitig hat sich durch die fortschreitende Digitalisierung eine Alternative entwickelt: Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, mobiles Arbeiten außerhalb des Unternehmens zu ermöglichen. Auf Seite der Arbeitnehmer*innen ist diese Tendenz sogar noch ausgeprägter: Viele können sich gar nicht mehr vorstellen, jeden Arbeitstag im Büro zu verbringen. Doch längst nicht alle können von zu Hause arbeiten: Beengte Platzverhältnisse, persönliche Vorlieben oder fehlender sozialer Kontakt sind häufig Gründe, die dagegensprechen.

Was ist die Idee?

In der ersten Förderphase konnte im Rahmen des Vorgängerprojekts MOSACA I ein Zielbild zu Arbeit und Mobilität im Jahr 2035 erarbeitet werden. Dies geschah in enger Kooperation mit den Akteur*innen vor Ort wie Kommunen, Unternehmen und Anbietern von Coworking-Spaces. Das Ergebnis sieht für die nahe Zukunft ein flächendeckendes Netzwerk von Coworking-Spaces kombiniert mit nachhaltigen Verkehrsangeboten im ländlichen Raum Nordhessens vor. Dieses Netzwerk soll den Beschäftigten in der Region ermöglichen, ihre individuelle Mobilität stark zu reduzieren und Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Erforderlich ist hierfür ein Wandel der Rahmenbedingungen von Arbeit und Mobilität in den nächsten Jahren.

Was sind die Ziele des Projektes?

Kern von MOSACA II ist, die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten und verringertes Pendeln im ländlichen Nordhessen bis 2035 zu erproben und voranzubringen. Hierfür wird in einem partizipativen Prozess mit Gebietskörperschaften ein Aktionsplan erarbeitet, um das formulierte Zielbild zu erreichen. Die erfolgreiche Umsetzung wird durch lokal verankerte Auftragnehmende und eine enge Kooperation mit Unternehmen und Kommunen vor Ort gewährleistet. Im Rahmen eines Reallabors ermöglichen Unternehmen der Region ihren Mitarbeitenden, in wohnortnahen Coworking-Spaces zu arbeiten und Pendelwege mit nachhaltigen Verkehrsangeboten zurückzulegen. Neben einem bereits in der ersten Förderphase etablierten Netzwerk an Coworking-Spaces werden zwei weitere, geeignet gelegene Pop-up-Spaces eingerichtet. Die Bedarfe der teilnehmenden Unternehmen und Beschäftigten an das Coworking- und Verkehrsangebot werden erhoben, bedarfsgerechte Lösungen entwickelt.

Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle: Durch die smarte Buchung sowohl der Ressourcen und Arbeitsplätze in den Coworking Spaces als auch der Carsharing-Fahrzeuge können die Nutzenden eine Verbesserung ihres Arbeitsalltags durch digitale Lösungen erleben.

Das kombinierte Coworking- und Verkehrsangebot wird mit einer Begleitforschung evaluiert, um die Wirkungen in Richtung Mobilitätswende abzuschätzen und zu identifizieren, wo es Potenziale zur Verstetigung gibt.