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Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Kinder spielen auf einem Spielplatz

Klimaanpassungsmaßnahmen an zwei Kindergärten und fünf Schulen der Stadt Wadern

Zuwendungsempfängerin

Stadt Wadern

Maßnahmen

  1. Einbau neuer Fenster mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung (fünf Objekte)
  2. Dämmung von Fassaden (vier Objekte) und einem Dach
  3. Anbringung von außenliegenden Sonnenschutzlamellen (drei Einrichtungen)
  4. Aufbau von sieben Pergola-/Kettenmarkisen

Laufzeit

abgeschlossen

01.04.2022 bis 30.09.2023

Verortung

Stadt Wadern

Fördervolumen

3.709.385,45 €

Die Stadt Wadern im Saarland will sich langfristig zu einer nachhaltigen Kommune entwickeln. In diesem Kontext steht auch das Vorhaben, die klimatische Belastungen von Kindern in zwei Kindertagesstätten und fünf Grundschulen zu reduzieren. Es geht dabei um Verbesserungen für mehr als 700 Kita- und Grundschulkinder, die in den Grundschulen in Lockweiler, Nunkirchen, Steinberg und Wadrill sowie in der Freiwilligen Ganztagesschule Lockweiler und den Kindertagesstätten Büschfeld und Löstertal spielen und lernen.

Die Hitzebelastung in den Einrichtungen hat durch ansteigende Temperaturen und länger andauernde Hitzeperioden in den Sommermonaten immer weiter zugenommen. Die Folgen sind eine Verschlechterung der Betreuungs- sowie der Spiel- und Lernbedingungen bis hin zu Gesundheitsrisiken für die Kleinsten. Die Außenflächen vor den Kitas weisen keine schattenspendenden Orte auf. Der Asphalt-Boden und auch die Fallschutzmatten heizen sich bei kontinuierlicher Sonneneinstrahlung so stark auf, dass sogar akute Verbrennungsgefahr besteht. Auch die Innenräume der Einrichtungen erwärmen sich aufgrund fehlender Jalousien oder anderer Sonnenschutzvorrichtungen schnell und stark. 

Um der Hitze zu entgehen, sollen auf den Freiflächen im Außenbereich der beiden Kitas insgesamt sieben schattenspendende Pergolas und Kassettenmarkisen aufgebaut werden. So können die Kinder sich auch an heißeren Tagen wieder im Freien aufhalten und im geschützten Schattenbereich spielen. Um die Temperaturen in den Innenräumen der Einrichtungen zu senken, sind weitere Hitzeschutzmaßnahmen vorgesehen: Zum einen wird mit Dämmungen an einem Dach und vier Fassaden eine stärke Isolation der Gebäudehülle angestrebt. Zusätzlich werden mit dem Einbau von Fenstern mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung sowie der Anbringung von außenliegenden Sonnenschutzlamellen in drei Einrichtungen weitere Verschattungsmaßnahmen umgesetzt.
Die Maßnahmen schützen die vulnerable Gruppe der Kita- und Grundschulkinder in den Einrichtungen vor starker Hitze, indem die Temperaturen gesenkt werden. Dies reduziert gesundheitliche Risiken und verbessert die Spiel-, Betreuungs- und Unterrichtsbedingungen wesentlich.