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Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Kinder spielen auf einem Spielplatz

Beratung zur klimaangepassten Gestaltung der Außenanlagen der Altenpflegeeinrichtung Haus Horeb

Zuwendungsempfänger

Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin

Maßnahmen

  • Beratungsleistung inklusive Konzepterstellung für eine Altenpflegeeinrichtung
  • Das Konzept beinhaltet eine Analyse des Lokalklimas sowie der Betroffenheit der Einrichtung
  • Ausarbeitung von Planungsunterlagen für die klimaangepasste Gestaltung der Außenanlagen

Laufzeit

abgeschlossen

01.05.2021 bis 31.07.2021

Verortung

Teltow bei Berlin

Fördervolumen

5.997,60 €

Das Haus Horeb ist eine vollstationäre Altenpflegeeinrichtung des evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin. Die Nutzbarkeit der Freiflächen war in den Sommermonaten in den letzten Jahren massiv eingeschränkt, da diese einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Inhalt des Vorhabens war es, sich für die Planung der Freianlagen extern beraten zu lassen, sodass künftig eine ganzjährige Nutzung der Freianlagen möglich ist.

Nach einer Bestandsanalyse und der Betrachtung der klimatischen Bedingungen in der Region wurden mehrere Vor-Ort-Termine und eine Bewohner*innenbefragung mit Hilfe von Fragebögen durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienten der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur klimaangepassten Gestaltung der Außenanlagen. Nach einer Beratung wurde daraus ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet, das sowohl eine Schattenanalyse der Bestandsgebäude als auch mögliche Klimaanpassungsmaßnahmen enthält. Dies macht ersichtlich, welche Elemente eine besonders wirkungsvolle Verschattung erzielen können, wobei ökologische Aspekte berücksichtigt wurden. Die Planung sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Verschattung durch Pflanzung einer Baumreihe aus klimaangepassten Gehölzen
  • Errichtung von Pergolen bzw. Vordächern zur Verschattung von Sitzbereichen
  • Entsiegelung befestigter Flächen
  • Versickerungsmöglichkeit für Niederschlag von verbleibenden Pflasterflächen
  • Anlegen insektenfreundlicher Säume statt bewässerungsintensiven Rasens entlang der Wege
  • Wasserspiel für spürbare Kühlungseffekte und zusätzlich zur Verbesserung der sozialen Atmosphäre
  • Nutzung benachbarter, ungenutzter Rasenflächen für Klimaanpassungsmaßnahmen
  • Inseln aus bepflanzten Bambusstöcken sollen angenehme Sitzgelegenheiten und zugleich als Totholz-Stangen auch Lebensraum für Insekten bieten.

Das auf Grundlage der Beratung entstandene Klimaanpassungskonzept zeichnet sich durch seine systematische Herangehensweise auf Basis einer Schattenanalyse aus. Es legt darüber hinaus großen Wert auf Maßnahmen, die als naturbasierte Lösungen neben ihren funktionalen Eigenschaften zusätzlichen ökologischen Nutzen aufweisen.