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09.07.2023

Team der KI-Ideenwerkstatt bei Konferenz „Bits und Bäume NRW“

Thorsten Kluß (r.) von der KI-Ideenwerkstatt tauscht sich mit Teilnehmenden über die Zukunft von Künstlicher Intelligenz im Umweltschutz

Die KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz hat am 16. und 17. Juni 2023 an der Konferenz „Bits und Bäume NRW“ in Münster teilgenommen und einen Workshop angeboten.

Die Bits und Bäume stand unter dem Motto "Digitalisierung gemeinsam global gerecht gestalten". Expertinnen und Experten für Nachhaltigkeit und Digitalisierung tauschten sich in Workshops, Vorträgen und Diskussionen über neue Technologien aus und diskutierten deren soziale und ökonomische Folgen. Zudem loteten sie aus, wie Digitalisierung stärker dem Gemeinwohl dienen kann.

Vertreterinnen und Vertreter der KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz diskutierten mit den Teilnehmenden über die Zukunft von KI im Umweltschutz. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwei entscheidende Megatrends des 21. Jahrhunderts und stellen die Menschen vor die Frage, zu welchem Zweck neue Technologien einsetzt werden können: Künstliche Intelligenz befindet sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen seinen Rollen als mächtiges Werkzeug und als mächtigem Ressourcenfresser.

KI als wirkungsvolles Instrument gegen Umweltzerstörung

Mit einem Vortrag gaben Anika Gebauer, Jens Preußner und Thorsten Kluß vom Team der KI-Ideenwerkstatt einen Einblick in die Bedingungen, die derzeit mit der Entwicklung von KI verknüpft sind, vom Ressourcenabbau zur Herstellung von Hardware, den Energieverbräuchen der Serverfarmen bis zur Entsorgung von defekter Hardware. Hinzu kommen die Arbeitsbedingungen der so genannten Clickworker aus Ländern des globalen Südens, die eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum geht, derzeit Methoden der KI zu nutzen. Gleichzeitig ist KI ein wirkungsvolles Werkzeug, um Umweltzerstörung entgegenzuwirken, wie das Team mit konkreten KI-Projekten im Umweltschutz, zum Beispiel Flora Incognita, KInsecta oder dem Bee Observer demonstrierte.

Umweltschützend, ohne zu belasten: Veränderungen der Rahmenbedingungen

Die Teilnehmenden diskutierten in einem World-Café Fragen zu nötigen Veränderungen der Rahmenbedingungen, um eine positive Umweltbilanz und soziale Gerechtigkeit bei der Entwicklung und Nutzung von Künstliche Intelligenz zu gewährleisten: Wie kann KI ein tatsächlich umweltschützendes Instrument sein, ohne gleichzeitig die Umwelt an anderer Stelle zu belasten? Wie können soziale Gerechtigkeit und technische Gestaltungsmacht durch die Zivilgesellschaft in geänderten Rahmenbedingungen verankert werden? Welche Veränderungen ergeben sich daraus für den KI-Lebenszyklus hin zu nachhaltiger Künstlicher Intelligenz?

Wichtigster Aspekt der Diskussion war dabei wohl die Forderung nach vollständiger Transparenz und umfassender Partizipation was die Herkunft, Verarbeitung und Verwendung von Daten angeht, um mitzugestalten, dass KI nicht nur mit Aufgaben befasst ist, die wenigen internationalen Großkonzernen dienen oder Ziele verfolgt, die vorwiegend im Interesse des globalen Nordens liegen. Weiterhin wurden Wege vorgedacht, die auf Suffizienz und Openness setzen, um den Weg zu nachhaltiger KI zu stärken.

Die KI-Ideenwerkstatt denkt damit den Forderungskatalog der Bits und Bäume aus dem Jahr 2022 weiter, in dem konkrete Aspekte verankert sind, um gemeinsam auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene echte globale Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Das Projekt ist Teil des Fünf-Punkte-Programms des Bundesumweltministeriums. Es bündelt Initiativen, um KI gemeinwohlorientiert und umweltgerecht zu gestalten und in Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung einzusetzen. Die ZUG ist vom BMUV mit der Umsetzung des Projekts beauftragt.

Kontakt

KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz Impact Hub, Rollbergstr. 28A
12053 Berlin
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Montag 14-16 Uhr

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