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10.05.2023

Studie zu Entwicklungsperspektiven der Industriedekarbonisierung veröffentlicht  

CDI Studie zu Entwicklungsperspektiven der Industriedekarbonisierung veröffentlicht

Industrieunternehmen sind optimistisch, dass Deutschland 2045 ein klimaneutraler Industriestandort ist. Das ist das Ergebnis einer am 9. Mai 2023 in Berlin veröffentlichten Studie vom Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI).

Interaktive Website präsentiert Studienergebnisse

Die Studie „Analyse und Bewertung der Akteurslandschaft sowie Entwicklungsperspektiven für die Dekarbonisierung der Industrie“ zeigt den Status quo sowie Herausforderungen des Industriesektors bei der Erreichung seiner Klimaziele auf. Herausgegeben wurde die Studie vom Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI). Das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), ein Geschäftsbereich der ZUG, koordiniert als Betreiber der CDI Koordinierungsstelle die Aktivitäten des Clusters.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind auf einer interaktiven Website zusammengefasst und veranschaulicht. Zudem steht die Executive Summary zum Download zur Verfügung. Ein Druckexemplar der Studie kann über ein Bestellformular kostenfrei bezogen werden.

Zu den Studienergebnissen

Industrieunternehmen verfolgen Dekarbonisierungsstrategien

Um die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben, verfolgen rund 85 Prozent der befragten Unternehmen eine Dekarbonisierungsstrategie. Dabei setzen die Unternehmen auf eine Kombination von CO2-Reduktionsmaßnahmen. So sollen Emissionseinsparungen zukünftig durch die Elektrifizierung mittels erneuerbarer Energien erreicht werden. Vor diesem Hintergrund werden eine gesicherte und kostengünstige Versorgung mit grünem Strom sowie der Aufbau notwendiger Infrastrukturen als besonders wichtig bewertet. Als relevanter Ansatz wird zudem die Umstellung energieintensiver Prozesse auf klimafreundliche Verfahren genannt. Die dafür notwendigen Investitionen in emissionsarme Technologien werden jedoch mehrheitlich als zu hoch bewertet. Langwierige und komplexe Genehmigungsverfahren hindern ebenfalls die Investitionsbereitschaft und sollten sowohl vereinfacht und verkürzt werden. Anderenfalls droht eine Verzögerung des Dekarbonisierungsfortschritts.

Vorstellung der Studie in Berlin

Erarbeitet wurde die Studie von der VDI/VDE Innnovation und Technik GmbH im Zeitraum von Oktober 2022 bis April 2023 im Auftrag des CDI. Vorgestellt wurde sie am 9. Mai 2023 auf einer digital übertragenen Veranstaltung in Berlin. Nach einer Einführung von Dr. Axel Bree (Leiter Referat IVE3 im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) sowie Andreas Findeisen (Leiter der CDI Koordinierungsstelle) präsentierten die Studienautoren Jan-Hinrich Gieschen und Lukas Nögel (VDI/VDE) die Ergebnisse.

Vier Männer stehen in einem Raum und halten Bücher in den Händen.
Vorstellung der Studie am 9. Mai 2023 in Berlin mit Lukas Nögel (VDI/VDE), Jan-Hinrich Gieschen (VDI/VDE), Dr. Axel Bree (BMWK) und Andreas Findeisen (CDI) (v.l.n.r)

Über das CDI

Das Cluster Dekarbonisierung der Industrie ist ein interdisziplinäres Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Aus der Strukturwandelregion Lausitz heraus unterstützt es als Ideengeber und Multiplikator den Transformationsprozess der Industrie hin zur Klimaneutralität. Das Cluster wurde 2021 in Cottbus gegründet und umfasst mehr als 70 Partner aus ganz Deutschland. Dazu zählen energieintensive Unternehmen – wie etwa der Chemiekonzern BASF, der Zementhersteller Cemex und der Stahlproduzent Arcelor Mittal − sowie diverse Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen der Energiewirtschaft. Als Betreiber der CDI Koordinierungsstelle organisiert das KEI die operative Zusammenarbeit der Partner und koordiniert die Aktivitäten des Clusters.

Kontakt

Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) Karl-Liebknecht-Straße 33
03046 Cottbus
+49 355 47889 174 E-Mail schreiben zur Webseite des KEI

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