Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ist ein zentrales Element der deutschen Klimaschutzfinanzierung sowie der Finanzierungszusagen Deutschlands im Rahmen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und der Biodiversitätskonvention (CBD). IKI-Programme bringen innovative Lösungen voran und entwickeln neue politische, ökonomische und regulative Ansätze sowie technologische Optionen und Kooperationsmodelle. Die Lösungsansätze müssen über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sein.

Seit 2008 hat die IKI weltweit mehr als 600 Projekte mit insgesamt über 2,7 Milliarden Euro gefördert. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Unterstützung der Partnerländer bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biodiversity, CBD).

Ein wichtiger Aspekt bei der Bewilligung von Programmen im Rahmen der IKI ist unter anderem die Einhaltung von Menschenrechten sowie hoher Umwelt- und Sozialstandards. Seit 2017 wendet die IKI deshalb einen systematischen, bindenden sogenannten Safeguards-Ansatz an, zu dessen Einhaltung sich die Organisationen bei der Planung und Durchführung von IKI-Projekten verpflichten.

IKI Secretariat

Das IKI Secretariat der ZUG unterstützt das BMU als Projektträger bei der Umsetzung der IKI. Es wirkt mit bei der Organisation der IKI Ideenwettbewerbe, prüft Projekt- und Programmanträge über welche das BMU im Anschluss final entscheidet und bewertet auch die Zwischen- und Verwendungsnachweise im Hinblick auf Mittelverwendung und Projekt- bzw. Programmerfolg. Es begleitet zudem Prozesse wie die politische und völkerrechtliche Absicherung der Vorhaben, fördert Erfahrungsaustausch und Vernetzung unter den IKI-Vorhaben und Akteuren und betreut die IKI-Öffentlichkeitsarbeit.

Die IKI ist das erste Förderprogramm, das die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Juni 2018 übernommen hat. Die ZUG konnte dabei auf gut etablierte Strukturen und Prozesse aufbauen, die die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) als bisherige Auftragnehmerin für das IKI-Programmbüro entwickelt hat. Für die durchführenden Organisationen von IKI-Projekten hat sich durch den Übergang vom IKI-Programmbüro auf das IKI Secretariat bei der ZUG nichts geändert.