Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ist eines der wichtigsten Instrumente des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zur internationalen Finanzierung von Klimaschutz und Biodiversität. Die IKI agiert im Kontext der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD). Sie finanziert Klimaschutz und Biodiversitätserhalt in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in Transformationsländern. Die IKI hat über 730 Klima- und Biodiversitätsprojekte in mehr als 60 Ländern mit einem Gesamtfördervolumen von 3,9 Milliarden Euro (2008-2019) zugesagt.

Die Partnerländer werden mit IKI-Mitteln unterstützt, die im Pariser Klimaschutzabkommen verankerten, national festgelegten Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) umzusetzen und ambitioniert weiterzuentwickeln. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Steigerung der Widerstandskraft gegen unvermeidbare Folgen. Im Bereich Biodiversität unterstützt die IKI die Partnerländer bei der Erreichung der Ziele der CBD, um dem weltweit dramatischen Verlust der natürlichen Lebensgrundlagen zu begegnen. Mit ihren Aktivitäten trägt die IKI ebenfalls zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) bei.

Für eine Unterstützung infrage kommen Projekte, die in einem der folgenden vier Förderbereiche umgesetzt werden:

  1. Minderung von Treibhausgasen
  2. Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  3. Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken mit Schwerpunkt auf Reduktionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+)
  4. Schutz der biologischen Vielfalt

Auswahl mit Ideenwettbewerben

Die IKI unterstützt grundsätzlich mit zwei Fördersäulen: zum einen über thematische, zum anderen über länderspezifische Auswahlverfahren mit Ideenwettbewerben. Damit ist gewährleistet, dass die besten Ideen umgesetzt werden und die Vielfalt der Durchführungspartner wächst.

IKI Secretariat

Das IKI Secretariat der ZUG unterstützt das BMU als Projektträger bei der Umsetzung der IKI. Es wirkt mit bei der Organisation der IKI Ideenwettbewerbe, prüft Projekt- und Programmanträge über welche das BMU im Anschluss final entscheidet und bewertet auch die Zwischen- und Verwendungsnachweise im Hinblick auf Mittelverwendung und Projekt- bzw. Programmerfolg. Es begleitet zudem Prozesse wie die politische und völkerrechtliche Absicherung der Vorhaben, fördert Erfahrungsaustausch und Vernetzung unter den IKI-Vorhaben und Akteuren und betreut die IKI-Öffentlichkeitsarbeit.

Die IKI ist das erste Förderprogramm, das die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Juni 2018 übernommen hat. Die ZUG konnte dabei auf gut etablierte Strukturen und Prozesse aufbauen, die die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) als bisherige Auftragnehmerin für das IKI-Programmbüro entwickelt hat. Für die durchführenden Organisationen von IKI-Projekten hat sich durch den Übergang vom IKI-Programmbüro auf das IKI Secretariat bei der ZUG nichts geändert.