Wasserbüffel als Klimaschützer: BLuMo präsentiert Moorbodenschutz beim Tag der offenen Tür im BMUKN
Copyright: Tamara Eckhardt / BMUKN
Mit Science Slam, Quiz und Gesprächsrunde machte das brandenburgische Moorpilotprojekt BLuMo beim Tag der offenen Tür des Bundesumweltministeriums die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz erlebbar.
Wie können Wasserbüffel zum Klimaschutz beitragen? Dieser Frage widmete sich das Pilotvorhaben BLuMo (Verbundvorhaben Brandenburgs Luchgebiete klimaschonend bewahren) beim Tag der offenen Tür des Bundesumweltministeriums am 20. Juni in Berlin. Mit einem Science-Slam, einem interaktiven Quiz und einer Gesprächsrunde brachte das Projekt Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz näher.
Im Science-Slam „Der Büffel, das Moor und das Klima“ erklärte Bettina Tacke vom Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg anschaulich, warum Moore zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Erde zählen und welche Folgen ihre Entwässerung für das Klima hat. Im Mittelpunkt standen dabei Wasserbüffel, die auf wiedervernässten Moorflächen eingesetzt werden. Durch ihre Beweidung tragen sie dazu bei, die Flächen offen zu halten und eine nachhaltige Nutzung nasser Moore zu ermöglichen.
Anschließend konnten die Besucherinnen und Besucher ihr Wissen in einem Quiz testen. Die Fragen reichten von der besonderen Rolle der Moore als Kohlenstoffspeicher bis hin zu den Eigenschaften von Wasserbüffeln.
In einer moderierten Gesprächsrunde diskutierten Bettina Tacke und Michael Krause-Besan von der ZUG über die Chancen und Herausforderungen des Moorbodenschutzes. Dabei ging es unter anderem um die Wiedervernässung von Mooren, alternative Bewirtschaftungsformen auf nassen Standorten sowie die Frage, wie Moorbodenschutz und landwirtschaftliche Nutzung erfolgreich zusammengebracht werden können.
Über das Projekt BLuMo
BLuMo steht für „Brandenburgs Luchgebiete klimaschonend bewahren – Initiierung einer moorerhaltenden Stauhaltung und Bewirtschaftung“. Es ist eines von vier Pilotvorhaben zum Moorbodenschutz, die vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) bis 2031 gefördert werden. Ziel des Projekts ist, die moorschonende Bewirtschaftung von Niedermoorflächen zu erproben und eine dauerhafte, nachhaltige Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Dazu wird in enger Absprache mit den Landnutzer*innen auf 750 Hektar Niedermoorflächen in Brandenburg die nasse Bewirtschaftung erprobt. Die Demonstrationsflächen liegen im Rhinluch, in den Möllmer Seewiesen und im Randowbruch. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Programm im Auftrag des BMUKN als Projektträgerin.