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Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer

Taucher mit Tauchlampe schwimmt über felsigem Meeresboden

Über das BK Meer

Das „BK Meer – Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer“ entwickelt Konzepte und Lösungswege zur Bergung und Entsorgung von Munitionsaltlasten aus der Nord- und Ostsee weiter. Dabei ist das langfristige Ziel, das Meer als Ökosystem für Mensch und Natur zu schützen. 

Mit dem Dreiklang „Munition bergen – Meere schützen – Technik entwickeln“ will es einen nachhaltigen Beitrag für einen ökologisch intakten, sicheren und zukunftsfähigen Meeresraum ohne Munitionsaltlasten leisten.

Das in Rostock angesiedelte BK Meer baut auf Bundesebene die Vernetzung von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft in diesem Themenfeld aus. Das BK Meer schafft Synergien und bringt Akteure und Kompetenzen der Küstenbundesländer zusammen. Mit der Förderung von innovativen Bergungs- und Entsorgungsmethoden durch die maritime Wirtschaft sollen in Deutschland Lösungen mit internationaler Vorbildfunktion und Strahlkraft entwickelt werden. 

Das BK Meer befindet sich seit Juli 2026 unter der Leitung der ZUG im Aufbau. Es wird seinen Sitz in Rostock mit enger Anbindung an den Ocean Technology Campus haben.

1,6 Millionen Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee

In Nord- und Ostsee liegen etwa 1,6 Millionen Tonnen alte Munition auf dem Meeresgrund. Ein geringerer Teil stammt aus den beiden Weltkriegen. Die weitaus größere Menge an Munition wurde von den Alliterierten direkt nach dem 2. Weltkrieg in den beiden Meeren versenkt, um Deutschland nachhaltig zu entwaffnen. Diese Bomben, Minen und Granaten bedrohen die Meeresumwelt und stellen ein Risiko für Kabeltrassen, Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und den Ausbau der Offshore-Windkraft dar.

Kontakt

Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer (BK Meer) c/o Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH Stresemannstraße 69-71 10963 Berlin
E-Mail schreiben

Gefahr für Meeres-Ökosystem und Gesundheit der Menschen

Schadstoffe der Altmunition gelangen langsam ins Wasser und sind teilweise bereits bei Fischen nachweisbar. So schädigen die Sprengstoffe nicht nur die Meeresumwelt, sondern können auch in die menschliche Nahrungskette gelangen und die Gesundheit bedrohen.

Deutschland mit Sofortprogramm für High-Tech-Lösungen

Hochgradig belastete Bereiche des Meeres können dank moderner Technik und umfangreicher Informationsdaten aufgespürt und weitgehend erfasst werden. Innovationen aus Deutschland können Pionierarbeit leisten und sollen künftig sowohl die Bergung als auch die Entsorgung direkt auf dem Meer möglich machen, beispielsweise durch schwimmende Plattformen. 2025 hat die Bundesregierung dafür das mehrjährige „Sofortprogramm Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee" gestartet, das bereits erfolgreiche Pilotierungsmaßnahmen hervorgebracht hat.