Europäische Umweltschutzinitiative (EURENI)

Umweltweltbeeinträchtigungen machen nicht an staatlichen Grenzen Halt. In vielen Bereichen der Umweltpolitik stehen die EU-Mitgliedstaaten und ihre europäischen Nachbarländer vor ähnlichen Herausforderungen bei der Erreichung ihrer Umweltschutzziele. Die Ausgangssituationen in den einzelnen Ländern sind allerdings zum Teil sehr unterschiedlich.

Die Erfahrung zeigt, dass Dialog, Wissensaustausch und das Lernen voneinander für die erfolgreiche Umsetzung von politischen Maßnahmen eine wichtige Rolle spielen. Daher bedarf es auch beim Umweltschutz einer engen, grenzüberschreitenden europäischen Zusammenarbeit.

Über das Förderprogramm

Seit 2021 fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit der Europäischen Umweltschutzinitiative (EURopean ENvironment Initiative - EURENI), den zivilgesellschaftlichen Dialog sowie den Austausch unter staatlichen und nichtstaatlichen Akteurinnen und Akteuren zu Umweltthemen in Europa. Damit soll die innereuropäische Zusammenarbeit im Bereich Umweltschutz intensiviert und so auch die europäische Integration insgesamt gestärkt werden.

Ab 2022 stellt das BMU im Rahmen der EURENI jährliche Fördermittel in Höhe von insgesamt bis zu 2,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO)
  • Stiftungen
  • Think Tanks
  • Universitäten und Forschungsinstitute
  • Gemeinnützige Unternehmen

Voraussetzung für die Antragsberechtigung ist ein Sitz der Antragstellenden in EU- oder EFTA-Mitgliedstaaten, wobei Partner aus Anrainerstaaten zusätzlich involviert werden können. Die Projektaktivitäten müssen einen gemeinnützigen, nicht profitorientierten Ansatz verfolgen. Projekte mit Aktivitäten ausschließlich in Deutschland sind nicht förderfähig.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben im Bereich des Umweltschutzes. Konkrete Maßnahmen können u.a. zu folgenden Themen umgesetzt werden:

  • Immissionsschutz
  • Luftreinhaltung
  • Wasserwirtschaft
  • Kreislaufwirtschaft
  • Chemikalienpolitik
  • Ressourcenschutz
  • Meeresschutz
  • Bodenschutz

Weitere Aktivitäten zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind ebenfalls denkbar. Zudem werden Projekte unterstützt, die Querschnittsfragen der Umweltpolitik adressieren (z.B. Beteiligungsprozesse, Geschlechtergerechtigkeit).

Wie erfolgt die Antragstellung?

Zukünftig ist die Auswahl der Projekte über einen Ideenwettbewerb geplant. Nach der Veröffentlichung der Förderinformation seitens des BMU können Antragstellende Projektideen entwickeln und einreichen. 

Nähere Informationen zu diesem Ideenwettbewerb, den thematischen Schwerpunkten und Antragsmodalitäten werden zu gegebenem Zeitpunkt auf dieser Website veröffentlicht. 

Zuständige Projektträgerin für das Förderprogramm Europäische Umweltschutzinitiative ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH.