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19.06.2026

Förderprogramm gegen Meeresmüll auf der Our Ocean Conference in Kenia

Mit dem Marine Litter Action Hub präsentierte sich das Förderprogramm gegen Meeresmüll in Mombasa als Ort für länderübergreifenden Austausch und konkrete Lösungen gegen die Plastikverschmutzung der Meere.

Vom 16. bis 18. Juni 2026 fand in Mombasa, Kenia, die 11. Our Ocean Conference (OOC) statt. Erstmals wurde die internationale Meeresschutzkonferenz auf dem afrikanischen Kontinent ausgerichtet. Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über den Schutz der Meere und die Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen zu beraten. Mit einer eigenen Standfläche – dem Marine Litter Action Hub – war auch das Förderprogramm gegen Meeresmüll vor Ort vertreten.

Internationale Plattform für den Schutz der Meere

Die Our Ocean Conference zählt zu den wichtigsten internationalen Foren für die Meeresschutz-Diplomatie. Der ehemalige US-Außenminister John Kerry, auf dessen Initiative die Konferenz 2014 ins Leben gerufen wurde, eröffnete die OCC mit einem Plädoyer für die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Ozeane.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz standen unter anderem die Umsetzung des UN-Hochseeschutzabkommens (BBNJ), der Ausbau von Meeresschutzgebieten, die Bekämpfung der Meeresverschmutzung durch Plastik sowie nachhaltige Lösungen für den Umgang mit marinen Ressourcen. Neben politischen Zusagen bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten, Projekte und Kooperationen sichtbar zu machen.

Marine Litter Action Hub zeigt konkrete Lösungsansätze

Der Marine Litter Action Hub lud Besucher*innen dazu ein, sich über Strategien zur Vermeidung von Meeresmüll zu informieren und mit internationalen Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Im Hub stellten Institutionen wie die Weltbank mit ihrem Programm PROBLUE, der WWF und die Denkfabrik adelphi ihre Arbeit vor und diskutierten wirksame Maßnahmen gegen den Eintrag von Kunststoffabfällen in die Meere.

Ergänzt wurde das Angebot durch eine Book Nook mit Fachpublikationen sowie die Mitmachaktion „Thoughts on Plastics and the Ocean“, bei der Besucher*innen ihre Ideen und Erfahrungen für saubere Meere teilen konnten.

Förderbescheid für Projekt Margins 2 Markets übergeben

Ein Höhepunkt des Programms war die Übergabe des Förderbescheids für das neue Projekt Margins 2 Markets durch Staatssekretär Jochen Flasbarth vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Das Vorhaben wird in Indonesien, Indien und Tansania den Aufbau von Sammel- und Kreislaufwirtschaftssystemen unterstützen und dazu beitragen, dass Kunststoffabfälle gar nicht erst in Flüsse und Meere gelangen.

Über das Förderprogramm

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat das Förderprogramm gegen Meeresmüll im Jahr 2019 ins Leben gerufen, um internationale Projekte zur Vermeidung von Plastikmüll in den Meeren zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Förderung von Abfall- und Kreislaufwirtschaftssystemen, zum Aufbau institutioneller Kapazitäten und zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH unterstützt das Bundesumweltministerium als Projektträgerin bei der Umsetzung des Förderprogramms.

Kontakt

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Förderprogramm gegen Meeresmüll

Plastikflaschen und Plastikmüll schwimmen im Meer

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