Zum Hauptinhalt springen
02.09.2026

Erste Moorbodenschutzmanagerin in Nordrhein-Westfalen im Einsatz

Inga Ahlborn, Moorbodenschutzmanagerin im Kreis Borken, beim Besuch des grenzüberschreitenden Moorkomplexes Burlo-Vardingholter Venn/Wooldse Veen.

Ein aktueller WDR-Beitrag zeigt die Arbeit von Inga Ahlborn, der ersten Moorbodenschutzmanagerin in Nordrhein-Westfalen. Ihre Stelle wird über das Förderprogramm InAWi des Bundesumweltministeriums gefördert.

Moore sind wertvolle Lebensräume und bedeutende Kohlenstoffspeicher. Werden sie entwässert und trocknen aus, verlieren sie diese Funktionen und können große Mengen an Treibhausgasen freisetzen. Um den Schutz und die Wiedervernässung von Mooren voranzubringen, braucht es daher neben konkreten Maßnahmen auch Menschen, die vor Ort Projekte anstoßen, Akteur*innen zusammenbringen und die Umsetzung begleiten.

Genau hier setzt das Förderprogramm „InAWi – Information, Aktivierung, Steuerung und Unterstützung von Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moorböden“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) an. Im Rahmen des Programms wird unter anderem der Einsatz von Moorbodenschutzmanager*innen gefördert.

Zum WDR-Beitrag 

Erste Moorbodenschutzmanagerin in Nordrhein-Westfalen

Wie diese Arbeit konkret aussieht, zeigt ein aktueller Beitrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) über den Kreis Borken. Dort ist Inga Ahlborn als erste Moorbodenschutzmanagerin Nordrhein-Westfalens tätig. Die Landschaftsökologin soll sich um die Moorgebiete kümmern und ein übergreifendes Schutzkonzept entwickeln.

Der Kreis Borken gehört zu den moorreichsten Regionen Nordrhein-Westfalens. Rund 3.500 Hektar Moorflächen verteilen sich dort auf 17 Naturschutzgebiete. Viele dieser Flächen sind durch Entwässerung beeinträchtigt. Zu den Aufgaben der Moorbodenschutzmanagerin gehört deshalb, einen Überblick über die Moorflächen und ihren Zustand zu gewinnen und gemeinsam mit den beteiligten Akteur*innen geeignete Maßnahmen für ihren Schutz und ihre Wiedervernässung zu entwickeln.

Moorbodenschutzmanager*innen bringen Projekte voran

Mit der Förderung von Moorbodenschutzmanager*innen unterstützt das Förderprogramm InAWi den Aufbau eines koordinierten und nachhaltigen Moorbodenschutzmanagements vor Ort. Die Moorbodenschutzmanager*innen übernehmen dabei eine zentrale Schnittstellenfunktion: Sie stoßen Moorschutzprojekte an, begleiten deren Umsetzung und unterstützen Kommunen, Flächeneigentümer*innen und weitere Akteur*innen bei der Vorbereitung und Antragstellung.

Auch Information und Vernetzung gehören zu ihren Aufgaben. Workshops, Exkursionen und weitere Informationsangebote können dazu beitragen, Wissen über den Moorschutz zu vermitteln und die Akzeptanz für Wiedervernässungsmaßnahmen zu stärken.

Über InAWi

Mit dem Förderprogramm InAWi fördert das Bundesumweltministerium Maßnahmen, die der Aktivierung in den Moorregionen dienen und infolgedessen die Wiedervernässung von Moorböden in Deutschland voranbringen.

Der Einsatz von Moorbodenschutzmanager*innen wird über den „Förderschwerpunkt 3: Moorbodenschutzmanagement“ gefördert. Antragsberechtigt sind unter anderem Landesverwaltungen und Kommunen wie Landkreise, Gemeinden, Bezirke der Stadtstaaten – aber auch Verwaltungsgemeinschaften, Ämter, Zweckverbände und Wasser- und Bodenverbände als Körperschaften des öffentlichen Rechts, sowie Anstalten und Stiftungen der Länder.

Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH ist Projektträgerin des Förderprogramms.

Kontakt

Information, Aktivierung, Steuerung und Unterstützung von Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moorböden (Förderrichtlinie InAWi) +49 30 72618 0799 E-Mail schreiben

Sprechzeiten für die Beratung zur Antragstellung:

Mo, Mi & Fr: 9-12 Uhr

Di & Do: 9-12 Uhr & 13-15 Uhr

InAWi

Moorlandschaft

Meldungen