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02.07.2026

Vernetzungstreffen im Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen“

Über 150 Teilnehmende aus rund 100 Kommunen kamen Ende Juni 2026 in Halle (Saale) zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse mitzunehmen, wie Natur- und Klimaschutz gezielt zusammen gestärkt werden können.

Wie gelingt es Kommunen, die Natur vor Ort als Partner für das Klima, den Wasserhaushalt, die Lebensqualität der Menschen und vieles mehr zu stärken? Welche Maßnahmen haben sich bewährt – und welche Herausforderungen beschäftigen viele Kommunen gleichermaßen? Antworten auf diese Fragen standen im Mittelpunkt des zweiten Vernetzungstreffens der geförderten Kommunen aus dem Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Am 23. und 24. Juni 2026 kamen dafür mehr als 150 Vertreter*innen aus rund 100 Kommunen in Halle (Saale) zusammen. 

Projekte zeigen vielfältige Lösungen

Konkrete Einblicke in die geförderten Vorhaben machten sichtbar, wie vielfältig die Kommunen den Schutz von Natur und Klima angehen. 16 Kommunen stellten ihre Ansätze und Erfahrungen in kurzen Impulsvorträgen vor. Die Gastgeberkommune Halle (Saale) präsentierte beispielsweise ihre Maßnahmen auf drei unterschiedlichen städtischen Flächen. Hier werden versiegelte und artenarme Flächen entsiegelt, mit Bäumen und Blühwiesen aufgewertet und naturnah gepflegt, um die Biodiversität zu fördern, Regenwasser besser in der Fläche zu halten und die Stadt klimaresilienter zu machen. Der Landkreis Rhön-Grabfeld berichtete, wie sich Schüler*innen proaktiv einbrachten und Vorschläge für einen klimaangepassten Schulcampus entwickelten. Die Gemeinde Stemwede stellte die naturnahe Umgestaltung ihrer Friedhöfe vor, bei der unter anderem Wege entsiegelt, Blühflächen und heimische Gehölze angelegt sowie ein nachhaltiges Regenwassermanagement aufgebaut werden.

Weitere Informationen zu diesen und über 100 weiteren Projekten des Förderprogramms finden Sie in den Projektsteckbriefen auf der Website der ZUG:

Zu den Projektsteckbriefen

Transparenz und Kommunikation für mehr Akzeptanz

Im Mittelpunkt des Vernetzungstreffens stand der fachliche Austausch. In parallelen Workshops und bei einem „ANK-Marktplatz“ diskutierten die Teilnehmenden über Themen wie naturnahes Stadtgrün, Stillgewässer, Hecken, Bildung und Beteiligung sowie die Kommunikation von Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes.

Dabei wurde deutlich: Patentlösungen gibt es nicht. Erfolgreicher Klimaschutz braucht Ansätze, die an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst sind. Gute Datengrundlagen, Monitoring und die frühzeitige Einbindung von Bürger*innen, Flächeneigentümer*innen, Schulen und Vereinen helfen dabei, Maßnahmen langfristig erfolgreich umzusetzen. Transparenz und Kommunikation sowie realistische Beteiligungsmöglichkeiten schaffen Vertrauen und fördern die Akzeptanz vor Ort.

Praxisbeispiele direkt vor Ort erleben

Zum Abschluss des Vernetzungstreffens erkundeten die Teilnehmenden Projekte zum Klima- und Naturschutz in Halle (Saale). Exkursionen führten unter anderem in das Klimaquartier Lutherviertel, zum Artenschutzlehrpfad „Mehr Arten im Garten“, zum FoodForest sowie in den urbanen Auenwald auf der Peißnitz. 

Hintergrundinformationen

Das Bundesumweltministerium unterstützt mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) Maßnahmen, die Klimaschutz mit der Schaffung und Stärkung vielfältiger Ökosysteme verbinden. Moore, Wälder, Auen, Gewässer und naturnahe Grünflächen binden Kohlenstoff aus der Atmosphäre und speichern ihn langfristig. Gleichzeitig helfen sie dabei, die Folgen der Klimakrise abzumildern, indem sie Wasser speichern, Hochwasser zurückhalten und an heißen Tagen für Kühlung sorgen.

Mit dem Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen“ fördert das BMUKN Projekte auf öffentlichen, nicht wirtschaftlich genutzten Flächen, die einen Beitrag zum Klimaschutz, zur biologischen Vielfalt und zur Lebensqualität in Städten und Gemeinden leisten. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH begleitet die Umsetzung der Förderung als Projektträgerin.

Kontakt

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Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen

Kommune mit Bäumen und Wegbegrünung

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