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03.07.2026

Bundesumweltminister Carsten Schneider auf Bootsfahrt mit dem KI-Leuchtturmprojekt SEAGUARD

Projektleiter Florian Börgel vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde stellte Bundesumweltminister Carsten Schneider das KI-Leuchtturmprojekt SEAGUARD vor.

Bundesumweltminister Carsten Schneider traf das Forschungsteam des KI-Leuchtturmprojektes SEAGUARD im Rahmen seiner Sommerreise durch Mecklenburg-Vorpommern, auf der er auch die Eckpunkte zum Aktionsplan Meer vorstellte.

Mit dem Aktionsplan Meer möchte die Bundesregierung Erfolge im Meeresschutz langfristig ausbauen und mit neuen Projekten weiterentwickeln. Dem Erhalt und der Wiederherstellung von Seegraswiesen, Salzwiesen und Algenwäldern kommen dabei gleich mehrere Bedeutungen zu.

Projektleiter Florian Börgel vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde machte deutlich, dass Seegraswiesen echte Schlüsselökosysteme in der Ostsee sind. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Arten, schützen Küstenbereiche vor Erosion und binden Kohlenstoff langfristig. Ihr Rückgang gefährdet daher sowohl die biologische Vielfalt als auch die Widerstandsfähigkeit der Küstenökosysteme.

Das Forschungsteam von SEAGUARD untersucht, unter welchen Bedingungen Seegras auch in einer wärmeren Ostsee und bei veränderten Nährstoffeinträgen dauerhaft bestehen kann. Dafür werden hochaufgelöste Ozean- und Klimamodelle mit Satelliten- und Messdaten sowie Methoden der Künstlichen Intelligenz verknüpft. Auf dieser Grundlage entstehen belastbare Karten, die geeignete und klimaresiliente Standorte für die Wiederansiedlung von Seegras identifizieren.

Florian Börgel betont, dass Künstliche Intelligenz dabei nicht die Meeresforschung ersetzt, sondern ihre Möglichkeiten erweitert: So ergänzen KI-gestützte Surrogatmodelle rechenintensive Simulationen und ermöglichen die effiziente Analyse zahlreicher Klima- und Nährstoffszenarien. Dadurch lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete Handlungsempfehlungen für Behörden, Naturschutz und Umweltmanagement überführen.

SEAGUARD steht damit beispielhaft für eine moderne, datengetriebene Küstenforschung, die wissenschaftliche Exzellenz mit praktischer Anwendbarkeit verbindet und neue Grundlagen für den Schutz mariner Ökosysteme schafft.

Der KI-Leuchtturm SEAGUARD bringt Klimamodellierung, Fernerkundung und künstliche Intelligenz zusammen, um eine sehr praktische Frage zu beantworten: Wo lohnt sich die Wiederansiedlung von Seegras unter künftigen Klimabedingungen wirklich?
Florian Börgel, Projektleiter KI-Leuchtturm SEAGUARD

Über das Projekt SEAGUARD

Das KI-Leuchtturmprojekt SEAGUARD wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Initiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ mit dem Schwerpunkt Natürlicher Klimaschutz gefördert. Ziel der Förderung ist die Anwendung KI-basierter Umwelttechnologien in der Praxis, um zur Senkung von Treibhausgasemissionen, dem Schutz von CO2-Senken oder dem Erhalt maritimer Ökosysteme und damit der Biodiversität beizutragen. Koordiniert und umgesetzt wird dies durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Kontakt

KI-Leuchttürme +49 30 72618 0618 E-Mail schreiben

Sprechzeiten

Mo - Fr: 10 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr

KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen

Illustration mit Leuchttürmen, Windrad und Menschen

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