Amt Plessa LobenswEErt - Natur- und Umweltbildung rund um den Loben (LobenswEErt)
Zuwendungsempfangende
Amt Plessa
Laufzeit
01.05.2026 bis 30.04.2029
Verortung
Amt Plessa – Landkreis Elbe-Elster – Lausitzer Revier (Brandenburg)
Fördervolumen
3.206.004,62 €
Fördergeber*in
Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Fördergegenstand
Ökologische Qualifizierung von Flächen, Naturnahe Gestaltung/ Renaturierung von Gewässern, Steigerung von Biodiversität/ nachhaltiger Tourismus, Außerschulische Umweltbildung/ Citizen Science
Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)
Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3), Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (Ziel 6), Bezahlbare und saubere Energie (Ziel 7), Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Nachhaltiger Konsum und Produktion (Ziel 12), Leben an Land (Ziel 15)
Copyright: Amt Plessa
Vernetzte Naturerlebnisräume im Amt Plessa
Im Landkreis Elbe-Elster im Lausitzer Revier liegt das Amt Plessa, das die Gemeinden Hohenleipisch, Schraden, Gorden-Staupitz und Plessa umfasst. Die Landschaft besteht aus dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem Naturschutzgebiet „Der Loben“, einer einzigartigen Hoch- und Niedermoorlandschaft mit Kiefernwäldern, Streuobstwiesen und Heideflächen. Gleichzeitig prägen frühere Tagebaue und ihre Folgelandschaften die Region. Nach dem Rückgang des Braunkohlebergbaus steht das Amt vor der Aufgabe, neue Perspektiven zu entwickeln, die Natur, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen stärken. Das Vorhaben setzt genau hier an und erschließt naturnahe Lern- und Erlebnisräume, um Umweltbewusstsein zu fördern und einen sanften, naturnahen Tourismus zu entwickeln.
Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums entsteht ein vernetzter Umweltbildungsraum mit sechs Orten der Naturerfahrung. Dazu zählen ein Natur- und Umweltbildungsturm mit Kletterareal und Aussichtsplattform sowie ein Natur-Entdeckerplatz im Bürgerpark Plessa mit Grünem Klassenzimmer. Am Grünewalder Lauch entsteht ein Erlebnisort mit Themenspielplatz und Naturbeobachtungssteg. Im Pomologischen Garten in Döllingen wird ein naturpädagogisches Besucher- und Informationszentrum eingerichtet. Hinzu kommen ein zentraler ökologischer Knotenpunkt in Hohenleipisch und ein Natur-Erlebnisraum am Dorfteich in Staupitz. Ergänzt wird das Angebot durch zwei mobile Naturentdeckerwagen, die regelmäßig im Amtsgebiet unterwegs sind und Umweltbildung direkt zu den Menschen bringen.
Ein durchgehendes Natur- und Umweltbildungsinformationssystem verbindet die einzelnen Orte miteinander. Informationstafeln und Karten erleichtern die Orientierung und lenken Besucher*innen durch die Landschaft. Gleichzeitig bindet das Projekt die Menschen vor Ort aktiv ein. Beteiligungsformate sowie Kooperationen mit Schulen, Kitas und Vereinen stärken das bürgerschaftliche Engagement und fördern die Identifikation mit der Region. Zahlreiche lokale Initiativen und Vereine gestalten Angebote mit und übernehmen Pflege- und Veranstaltungsaufgaben.
Auch überregionale Partner unterstützen die Umsetzung, etwa bei der Entwicklung von Bildungsangeboten oder bei der Einbindung in bestehende touristische Strukturen. So werden die neuen Orte in Radwege und Informationsangebote der Region integriert und langfristig sichtbar gemacht. Nach Projektende gehen die entstandenen Strukturen in die Zuständigkeit des Amtes über und werden vor Ort weitergeführt. So entsteht ein dauerhaftes Netzwerk aus Naturerlebnis- und Bildungsorten, das die Region stärkt und den Wandel aktiv mitgestaltet.