Bundesumweltministerium startet Förderprogramm ANK-Auen
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Mit dem neuen Förderprogramm „Auenrenaturierung an Fließgewässern“ (ANK-Auen) unterstützt das BMUKN Projekte zur Renaturierung von Auen. Ziel ist es, Treibhausgase zu reduzieren, Klimaresilienz zu stärken und den Wasserhaushalt zu verbessern.
Das Bundesumweltministerium hat ein neues Förderprogramm zur Renaturierung von Auen an Fließgewässern gestartet. Mit dem Programm „Auenrenaturierung an Fließgewässern“ (ANK-Auen) werden bundesweit Projekte unterstützt, die naturnahe Auenlandschaften wiederherstellen und damit einen wichtigen Beitrag zum Natürlichen Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Die neue Förderrichtlinie ist Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK).
Gefördert werden Vorhaben auf Auenflächen von Fließgewässern, die nicht zu den Bundeswasserstraßen zählen. Antragsberechtigt sind unter anderem Kommunen, Landesbehörden, Wasser- und Bodenverbände, Stiftungen sowie Vereine. Projektskizzen können ab sofort bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH eingereicht werden, die das Förderprogramm als Projektträgerin im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut.
Naturnahe Auen als Schlüssel für Klimaschutz und Resilienz
Auen erfüllen vielfältige Funktionen für Klima, Natur und Mensch: Sie speichern Wasser, mildern Hochwasser und Dürren ab, fördern die Grundwasserneubildung und bieten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig tragen sie zur Minderung und Speicherung von Treibhausgasen bei und stärken die Widerstandsfähigkeit von Flusslandschaften gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Bundesumweltminister Schneider betont die zentrale Rolle naturnaher Auen:
„Naturnahe Auen an lebendigen Flüssen sind echte Alleskönner. Sie sorgen wie ein Schwamm dafür, dass Hochwasser abgepuffert und Wasser in Dürrezeiten gespeichert wird. Feuchte Böden und Auwälder können außerdem große Mengen Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen und langfristig im Boden speichern, anstatt ihn auszudünsten. Das können sie aber nur, wenn wir Auen und Flüssen wieder Raum zurückgeben, den sie durch Begradigungen, Kanalisierung oder Entwässerung verloren haben. Wenn wir Ufer abflachen, Auen wieder an Flüsse anbinden und Auenwälder wiederherstellen, kehren Insekten, Molche und Jungfische zurück.“
Vielfältige Maßnahmen und starke Akteursnetzwerke
Die geförderten Projekte sollen nicht nur ökologische Verbesserungen erzielen, sondern auch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen und das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Flusslandschaften stärken. Auenrenaturierungen tragen zudem dazu bei, andere Maßnahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz wirksam zu ergänzen.
ZUG-Geschäftsführerin Constanze Haug hebt die Bedeutung des neuen Programms hervor: „Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz umfasst eine Vielzahl an Förderinitiativen – von der Wiederherstellung und Bewirtschaftung von Mooren über den Schutz von Wäldern bis hin zu Klimaanpassungen in Kommunen. Mit dem neuen Förderprogramm für naturnahe Auen kommt ein zentraler Baustein hinzu, um die Resilienz und Klimaschutzleistung unserer Ökosysteme zu stärken. Als ZUG freuen wir uns darauf, auch mit diesem Förderprogramm neue Projekte in die Umsetzung zu bringen, die einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz leisten.“
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)
Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz verfolgt das Bundesumweltministerium das Ziel, den Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich zu verbessern und ihre Klimaschutzleistung langfristig zu stärken. Das Programm wurde am 29. März 2023 vom Bundeskabinett beschlossen und bündelt zahlreiche Förderinitiativen – von Mooren und Wäldern bis hin zu naturnahen Flusslandschaften.
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