Zum Hauptinhalt springen

Förderprogramm gegen Meeresmüll

Plastikflaschen und Plastikmüll schwimmen im Meer

Marine litter prevention through reduction, sustainable design and recycling of plastic packaging

Zuwendungsempfängerin

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Maßnahmen

  • Verbesserung des kommunalen Plastikabfallmanagements und der Kreislaufwirtschaft zur Minderung von Meeresmülleinträgen
  • Design nachhaltiger Alternativen für Einweg-Plastikverpackungen in Zusammenarbeit mit Akteur*innen der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette
  • Beratung auf nationaler Ebene zu Erweiterter Herstellerverantwortung (EPR) in Thailand
  • Förderung des Wissensaustauschs zur Vermeidung von Meeresmüll auf regionaler Ebene in Südostasien

Laufzeit

laufend

01.10.2022 bis 30.11.2025

Verortung

Thailand

Fördervolumen

5.000.000,00 €

Reduzierung von Meeresmüll: Was sind die konkreten Herausforderungen in Thailand?
 

Thailand ist besonders reich an mariner biologischer Vielfalt. Seine Küsten- und Meeresregionen beherbergen Mangrovenwälder, Seegras- und Korallenriff-Ökosysteme einschließlich Hartkorallen, 2.000 Arten von Meeresmollusken, 11.900 Arten von wirbellosen Meerestieren, mehr als 2.000 Meeresfischarten (circa zehn Prozent aller Fischarten weltweit) sowie 20 Walarten. Um die reiche biologische Vielfalt an den Küsten und im Meer zu schützen, verfügt Thailand über 28 Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas, MPAs).

Gleichzeitig ist Thailand eines der weltweit zehn Länder, die den größten Eintrag von Meeresmüll verursachen. Das thailändische Abfallaufkommen hat aufgrund des raschen Wirtschaftswachstums, der Verstädterung, der steigenden Tourismuszahlen und der sich ändernden Konsum- und Produktionsmuster stark zugenommen. Derzeit werden etwa 22 Prozent der Haushaltsabfälle in Thailand nicht gesammelt und recycelt. So gelangen Plastikabfälle vermehrt in die Wassersysteme und das Meer. Die Meeresvermüllung bedroht dabei nicht nur die marine Biodiversität, sondern schadet darüber hinaus der Fischerei und Aquakultur sowie der thailändischen Tourismusindustrie, einem wichtigen Wirtschaftszweig des Landes.

Herausforderungen für die thailändische Abfallwirtschaft liegen vor allem in ihrer Finanzierung sowie den personellen und organisatorischen Kapazitäten der lokalen Verwaltungen, insbesondere auf kleineren Inseln. Darüber hinaus sind politische Ansätze wie Erweiterte Herstellerverantwortung oder Verpackungsdesign für Re-Use und Recycling für Akteur*innen entlang der Verpackungswertschöpfungskette noch neu.

Diese Inhalte können nicht angezeigt werden, da die Marketing-Cookies abgelehnt wurden.
Klicken Sie hier , um die Cookies zu akzeptieren und die Openstreetmap-Karte anzuzeigen.

Welchen Beitrag leistet das Projekt zur Reduzierung von Meeresmüll?

MA-RE-DESIGN adressiert sowohl das Management von Kunststoffabfällen als auch nachhaltiges Verpackungsdesign in Thailand. Auf lokaler Ebene arbeitet MA-RE-DESIGN mit zwei Kommunen zusammen, die an Hotspots für Biodiversität liegen, um die getrennte Sammlung, Sortierung und das Recycling von Kunststoffabfällen zu verbessern. Außerdem werden lokale Pläne für Kreislaufwirtschaft entwickelt, die auch als nachahmungsfähige Beispiele für andere Teile Thailands dienen sollen. Um nachhaltige Alternativen für Einweg-Plastikverpackungen und -produkte zu entwickeln, die wiederverwendbar, wiederverwertbar oder biologisch abbaubar/kompostierbar sind, arbeitet das Projekt mit einem breiten Netz von Interessenvertreter*innen aus der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette zusammen. Da die Tourismusindustrie eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Meeresmüll spielt, entwickelt MA-RE-DESIGN Maßnahmen zur Vermeidung von Einwegplastikverpackungen und -produkten in diesem Sektor, wie Tassen, Teller, Besteck, Strohhalme, Lebensmittel- und Seifenbehälter sowie Flaschen aus Kunststoffen. Auf nationaler Ebene unterstützt das Projekt die Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen, zum Beispiel durch ein System der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Da die Vermeidung von Meeresmüll ein konzertiertes Vorgehen in ganz Südostasien erfordert, fördert das Projekt auch den regionalen Wissensaustausch und den Aufbau von Kapazitäten. MA-RE-DESIGN bezieht ein breites Spektrum von Stakeholder*innen ein, darunter verschiedene Akteur*innen aus der Wertschöpfungskette für Kunststoffverpackungen, dem Tourismus, öffentliche Entscheidungsträger*innen, Verbraucher*innen und Bürger*innen, Nationalparkbehörden, kommunale Abfallsammelgruppen und informelle Abfallarbeiter*innen.