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Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)

Ein Fahrradweg im Grünen

Halle und Cottbus RevierUPGRADE 2.0 – RevierUPGRADE – Wir.Jetzt.Nachhaltig

Zuwendungsempfangende

Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. – UfU 
BUND Landesverband Brandenburg e.V. (BUNDjugend)

Laufzeit

laufend

01.10.2025 bis 30.09.2028

Verortung

Halle, Mitteldeutsches Revier (Sachsen-Anhalt) – Cottbus, Lausitzer Revier (Brandenburg)

Fördervolumen

516.696,91 €

Fördergeber*in

Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Fördergegenstand

Außerschulische Bildungs-/ Kulturprojekte

Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)

Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3), Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Maßnahmen zum Klimaschutz (Ziel 13), Leben an Land (Ziel 15)

Junge Stimmen für eine nachhaltige Transformation in Halle und Cottbus

Im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier verändert der Strukturwandel das Leben vieler Menschen grundlegend. Die Regionen stehen zugleich vor großen Herausforderungen und Chancen. Mit dem absehbaren Ende der Kohleförderung, der Digitalisierung und dem demografischen Wandel entstehen neue Perspektiven, die insbesondere die junge Generation betreffen. Hier setzt das gemeinsame Vorhaben des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) und der BUNDjugend Brandenburg an. Es will junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren in Halle und Cottbus dazu befähigen, sich aktiv für eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft ihrer Städte einzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erlebbar zu machen und jungen Stimmen im Strukturwandel mehr Gewicht zu geben.

Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums entstehen im Rahmen von „RevierUPGRADE 2.0“ vielfältige Lern- und Mitwirkungsformate. In zweitägigen Future Labs lernen junge Teilnehmende regionale Transformationsakteur*innen kennen, entdecken Handlungsmöglichkeiten und entwickeln eigene Ideen, um ihre Umgebung nachhaltig zu gestalten. In praktischen Revier-BlauGrün-Workshops legen sie selbst Hand an und werten Flächen vor Ort ökologisch auf – etwa mit Hochbeeten, Blühstreifen oder anderen grünen Elementen. Eine begleitende Gesprächsreihe widmet sich dem Thema Wassergerechtigkeit, das in den vom Strukturwandel geprägten, zunehmend trockenen Regionen eine zentrale Rolle spielt. Hier entsteht Raum für Dialog und Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Ergänzend wird eine partizipativ entwickelte Strukturwandel-Action-Map aufgebaut, die konkrete Mitmach-Möglichkeiten in Halle und Cottbus aufzeigt und vernetzt. So entsteht ein digitales Werkzeug, das Orientierung bietet und die Städte langfristig im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt.

Das Projekt knüpft an die erfolgreichen Erfahrungen des Vorgängerprojekts „RevierUPGRADE – Wir.Jetzt.Nachhaltig“ an und führt dessen Formate fort. Zugleich setzt es neue Akzente, um jungen Menschen eine aktive Rolle im nachhaltigen Strukturwandel ihrer Regionen zu ermöglichen. Besonders innovativ ist die Verbindung von praxisorientierter Umweltbildung, partizipativer Netzwerkarbeit und der Stärkung lokaler Handlungsspielräume. Mit der Strukturwandel-Action-Map entsteht über die Projektlaufzeit hinaus eine digitale Ressource, die das Engagement junger Menschen sichtbar macht und sie dazu ermutigt, die eigene Umgebung aktiv mitzugestalten.