Bad Bibra Neugestaltung der Parkanlage Angerstraße in Bad Bibra als naturnahe und nachhaltige Freizeit- und Erholungsoase mit Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsflächen (ParkBadBibra)
Zuwendungsempfangende
Stadt Bad Bibra
Laufzeit
01.02.2026 bis 30.06.2028
Verortung
Bad Bibra – Burgenlandkreis – Mitteldeutsches Revier (Sachsen-Anhalt)
Fördervolumen
762.760,47 €
Fördergeber*in
Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Fördergegenstand
Ökologische Qualifizierung von Flächen, Umweltgerechtigkeit, Steigerung von Biodiversität/ nachhaltiger Tourismus
Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)
Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3, Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Maßnahmen zum Klimaschutz (Ziel 13), Leben an Land (Ziel 15)
Copyright: Adobestock / rh2010
Neue grüne Mitte für Bad Bibra
Die Stadt Bad Bibra ist eine ländlich geprägte Kleinstadt im südlichen Sachsen-Anhalt mit rund 2.500 Einwohner*innen und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde An der Finne. Als Teil der Tourismusregion Saale-Unstrut blickt Bad Bibra auf eine lange Kur- und Bädertradition zurück und ist staatlich anerkannter Erholungsort. Gleichzeitig fehlt es im Stadtzentrum bislang an attraktiven, gut erreichbaren Grün- und Freizeitflächen. Bewegungsangebote für Sport und Spiel sind ebenso rar wie grüne Orte, die Erholung ermöglichen und Natur erlebbar machen. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Stadt das Ziel, die Lebensqualität im Ortskern zu verbessern und neue wohnortnahe Freiräume für die Bevölkerung zu schaffen.
Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums entwickelt die Stadt Bad Bibra eine zentral gelegene ehemalige Kleingartenanlage mit einer Fläche von rund 11.000 Quadratmetern zu einer öffentlich zugänglichen Parkanlage weiter. Das Vorhaben verbindet ökologische Aufwertung mit vielfältigen Angeboten für Freizeit und Erholung. Durch eine kleinräumige Gliederung der Fläche wird die biologische Vielfalt gestärkt und zugleich Raum für unterschiedliche Nutzungen geschaffen. Rasenwege und Wege mit versickerungsfähigem Material lenken die Besucher*innen durch den Park, neue Fußgängerbrücken erleichtern den Zugang und eine WC-Anlage verbessert die Aufenthaltsqualität. Für Bewegung und Begegnung entstehen eine Calisthenics-Anlage, ein Platz mit Sitzbänken und Sonnensegel als Hitzeschutz, ein Grillplatz sowie ein Barfußpfad.
Neben dem Erhalt der vorhandenen Bäume pflanzt die Stadt verschiedene Obstgehölze, entwickelt eine artenreiche Wiese und legt ein Feuchtbiotop an. Ein Heilpflanzenhügel sowie weitere kleinteilige Strukturen wie Totholz und Steinhaufen schaffen zusätzliche Lebensräume für Insekten und andere Kleinstlebewesen. Mehrere Info-Tafeln informieren über Natur und Umwelt und lenken Besucher*innen durch die Anlage. Die Menschen vor Ort werden bei der Entwicklung der Parkfläche beteiligt, um sie für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren und die Akzeptanz in der Stadt zu stärken.
Der Wandel von einer brachgefallenen, privat genutzten Kleingartenanlage hin zu einer öffentlichen Parkanlage besitzt Modellcharakter für die Region. Das Projekt verbessert die Umweltgerechtigkeit im Stadtzentrum deutlich und kommt besonders den Bewohner*innen dicht bebauter und stark versiegelter Quartiere zugute. Innovative Elemente wie der Barfußpfad, der Heilkräuterhügel und der erlebbare Bachlauf greifen Aspekte der Kneipp-Lehre auf und erweitern das Erholungsangebot. Maßnahmen wie der Zugang zum Wasser und beschattete Sitzbereiche tragen zudem zur Hitzevorsorge bei und machen den neuen Park zu einem wichtigen Baustein für eine lebenswerte und klimaangepasste Stadtentwicklung in Bad Bibra.