Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes für das Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar
Zuwendungsempfangende
Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH
Maßnahmen
• Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes
• aktive Einbindung der Mitarbeitenden in der Konzeptentwicklung
Laufzeit
01.07.2025 bis 30.06.2026
Verortung
Weimar
Fördervolumen
45.148,00 €
Copyright: iStockPhoto / ANGHI
Das Sophien- und Hufeland-Klinikum in Weimar ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Jena, das jährlich mehr als 23.000 Patient*innen stationär und rund 39.000 ambulant betreut. Schwerpunkte bilden die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie sowie eine der größten Geburtskliniken Thüringens mit Spezialisierung auf Risikoschwangerschaften und Frühgeborene.
Die in den 1990er Jahren errichteten Klinikgebäude verfügen derzeit über keinen adäquaten Sonnenschutz. Das führt dazu, dass vor allem in den nach Süden ausgerichteten Patient*innenzimmern und Aufenthaltsräumen die Temperaturen im Sommer erheblich ansteigen. Besonders gefährdete Gruppen, wie Frühgeborene, ältere oder gesundheitlich stark eingeschränkte Personen, können sich unter diesen Bedingungen kaum erholen. Auch die Außenbereiche der Klinik bieten aktuell keine ausreichende Beschattung. Ein Aufenthalt im Freien ist während der heißen Mittags- und Nachmittagsstunden kaum möglich. Zudem gefährden zunehmende Wetterextreme die Infrastruktur: Häufige Starkregenereignisse führen dazu, dass Regenwasser auf den versiegelten Flächen nicht versickern kann und über Zufahrtswege abfließt. Gleichzeitig erhöht sich in Trockenperioden der Wasserbedarf für die Pflege der Grünanlagen, was zu einem höheren Ressourcenverbrauch führt.
Die Förderung ermöglicht es dem Sophien- und Hufeland-Klinikum, ein umfassendes Klimaanpassungskonzept zu entwickeln. Es wird dabei von externen Experten, insbesondere Gebäudeplanern, unterstützt. Ziel ist ein Maßnahmenkatalog, mit dem das Klinikum die klimabedingten Belastungen – insbesondere durch Hitze – im Gebäude und Außenbereich reduziert. Grundlage dafür ist eine Bestandsaufnahme der baulichen Gegebenheiten und der Betroffenheit der betreuten Personengruppen. Darauf aufbauend entwickelt das Klinikum gezielt Maßnahmen, mit denen es die Wärmebelastung wirksam reduzieren kann. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist es, die Beschäftigten aktiv einzubinden. Ihre Erfahrungen und Perspektiven zur aktuellen Betroffenheit sowie ihre Ideen für geeignete Anpassungsmaßnahmen sollen systematisch erhoben und in den Maßnahmenkatalog integriert werden. Zudem erarbeitet das Klinikum ein Monitoringkonzept, mit dem es die Wirksamkeit der Maßnahmen sicherstellt. Darin entwickelt das Projekt geeignete Kriterien und Kennwerte, anhand derer die Umsetzung und der Erfolg der Maßnahmen langfristig überprüft und bewertet werden können.
Mit dem Klimaanpassungskonzept will das Sophien- und Hufeland-Klinikum gezielt Maßnahmen entwickeln, die Hitzebelastungen in und an den Klinikgebäuden sowie im Außenbereich reduzieren. Neben baulichen und gestalterischen Lösungen stehen auch Informations- und Schulungsangebote für Mitarbeitende im Fokus, um einen angemessenen Umgang mit Hitze zu fördern. Darüber hinaus erarbeiten die Beteiligten Strategien zum Umgang mit Starkregen, etwa um Regenwasser besser zurückhalten, versickern oder nutzen zu können. So stärkt die Klinik ihre Klimaresilienz nachhaltig.