Mitteldeutsches Revier KlimaFalterSchulen - Gemeinsam Schulgelände begrünen und erforschen
Zuwendungsempfangende
Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ
Laufzeit
01.11.2025 bis 30.10.2028
Verortung
Mitteldeutsches Revier (Sachsen-Anhalt)
Fördervolumen
932.727,00 €
Fördergeber*in
Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Fördergegenstand
Teilhabeformate/ Wettbewerbe/ Kampagnen, Außerschulische Umweltbildung
Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)
Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3), Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Nachhaltiger Leben an Land (Ziel 15)
Copyright: DUH / Carolin Ludwig
Citizen Science an Schulen im Mitteldeutschen Revier
In Sachsen-Anhalt im Mitteldeutschen Revier wächst eine Generation heran, die den Strukturwandel aktiv mitgestalten wird. Rund 85.000 Schüler*innen besuchen hier Schulen, die inmitten dieser sich wandelnden Region zu wichtigen Lern- und Lebensorten werden. Das Projekt „KlimaFalterSchulen“ nimmt genau sie in den Blick. Es bindet junge Menschen frühzeitig ein, um ihnen Wissen über Nachhaltigkeit zu vermitteln und sie zu befähigen, selbstständig und zukunftsorientiert zu handeln. Im Mittelpunkt steht die Idee, Schulgelände nicht nur als Lernorte, sondern auch als wertvolle ökologische Räume zu begreifen, die Artenvielfalt fördern und zum Klimaschutz beitragen können.
Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums begleitet das Projekt 15 Grundschulen intensiv bei der Erforschung ihrer Schulgelände. Dabei kommen Citizen Science-Methoden zum Einsatz, die Kinder zu aktiven Forschenden machen. Sie bestimmen Schmetterlinge, nehmen Bodenproben und messen Temperaturen, um Themen wie Artenvielfalt, Bodengesundheit und Klimaanpassung selbst zu erkunden. Ergänzend werden an allen teilnehmenden Schulen konkrete Maßnahmen umgesetzt, die das Gelände ökologisch aufwerten und eine direkte Veränderung sichtbar machen. Weitere Schulgemeinschaften und Gruppen können sich an ausgewählten Aspekten des Citizen Science-Projekts beteiligen und eigene Beiträge leisten. So entsteht ein wachsendes Netzwerk von Schulen, die gemeinsam zu Orten des Lernens, Forschens und Handelns für eine nachhaltige Zukunft werden.
Ziel des Projekts ist es, Kinder für die Bedeutung von Biodiversität und Klimaanpassung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu sensibilisieren und Schulen zu Orten des Austauschs und der Multiplikation zu machen. Die wissenschaftliche Aufbereitung der Ergebnisse sorgt zugleich für überregionale Aufmerksamkeit und lädt dazu ein, das Gelernte in andere Bildungsräume zu übertragen.
Innovativ ist das Projekt durch seinen spielerischen und ganzheitlichen Ansatz: Es verbindet Umweltbildung mit echter Forschung und fördert demokratische Beteiligung schon im Kindesalter. Die erhobenen Daten werden als Open-Access-Ressource öffentlich zugänglich gemacht und an die Kommunen weitergegeben. Dadurch können Städte und Gemeinden die Erkenntnisse in ihre Planungen einbeziehen und Schulen als wichtige Partner einer nachhaltigen Stadtentwicklung stärken. Die gezielte Entwicklung von Grünräumen rund um Schulen verbessert nicht nur die Biodiversität und das lokale Klima, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder aus.