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Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)

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Halle (Saale) Voßstraße – Transformations- und Mikroklimaprojekt (VOTUM)

Zuwendungsempfangende

  • Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG (HWF)
  • Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG mbH)
  • Wohnungsbaugenossenschaft “Eisenbahn“ e.G. (WGE)
  • FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG (FZWG)

Laufzeit

laufend

01.11.2025 bis 28.02.2027

Verortung

Halle (Saale) – Mitteldeutsches Revier (Sachsen-Anhalt)

Fördervolumen

449.996,47 €

Fördergeber*in

Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Fördergegenstand

Grüne Stadt/ Ökologische Qualifizierung von Flächen, Umweltgerechtigkeit, Steigerung von Biodiversität/ nachhaltiger Tourismus

Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)

Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3), Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Maßnahmen zum Klimaschutz (Ziel 13)

Vorher-Nachher-Montage einer Pergola-Begrünung im Quartier Voßstraße zur Veranschaulichung der ökologischen Aufwertung

Ökologische Aufwertung im Quartier Voßstraße

Das Quartier Voßstraße liegt im Herzen von Halle (Saale) im Mitteldeutschen Revier. Die in den späten siebziger Jahren errichteten elfgeschossigen Plattenbauten prägen das Bild des innerstädtischen Wohngebiets. Zwischen den Gebäuden liegen großzügige Freiflächen, die zwar viel Raum bieten, jedoch wenig Aufenthaltsqualität und kaum Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. Viele Gehölze sind stark überaltert, die Sträucher wachsen ohne Struktur und es fehlt an schattenspendenden Bäumen. Im Sommer heizen sich die Freiflächen deshalb stark auf. Die beteiligten Wohnungsunternehmen und Genossenschaften möchten das ändern. Gemeinsam mit Partnern aus der Region wie den Franckeschen Stiftungen, der Stadt Halle sowie dem Zukunftszentrum setzen sie auf eine enge Zusammenarbeit, um das Quartier neu zu gestalten und ein positives Beispiel für den nachhaltigen Wandel in der Region zu schaffen.

Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums werden die Grünflächen im Quartier als „grünes Band“ Schritt für Schritt ökologisch aufgewertet und die Lebensqualität für die Bewohner*innen spürbar verbessert. Dichte und ungepflegte Gehölzbereiche werden geöffnet, standortgerechte Stauden gesetzt und durch artenreiche Sträucher sowie junge Bäume ergänzt. In stark besonnten Bereichen werden Bäume gepflanzt, die Schatten spenden und die Hitze reduzieren. Neue Mulden führen Regenwasser ins Erdreich und entlasten so die Flächen bei Starkregen. Auch die Gebäudeumgebung verändert sich. Abfallplätze, Eingänge und vorhandene Pergolen erhalten lebendige Begrünungen. Aufenthaltsbereiche laden mit neuen Sitzmöbeln zum Verweilen ein und Blühwiesen bieten Raum für Insekten. Das Projekt schafft damit ein lebendiges, widerstandsfähiges und attraktives Wohnumfeld, das den Menschen im Quartier eine hohe Lebensqualität ermöglicht.

Die Projektpartner*innen verfolgen gemeinsam das Ziel, alle Flächen unabhängig von Grundstücksgrenzen ökologisch zu entwickeln. Das macht das Vorhaben besonders und schafft ein Beispiel für gemeinsames Handeln in einer heterogenen Eigentumsstruktur. Die Nähe zum geplanten Zentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation verstärkt die Bedeutung des Projekts. Das Quartier zeigt, wie ein ehemaliges Plattenbaugebiet den Wandel aktiv mitgestaltet und mehr Lebensqualität für die Bewohner*innen schafft. Die Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern stärkt das Netzwerk und unterstützt den Anspruch, ein Modellprojekt zu schaffen, das über die Voßstraße hinauswirkt.