KlimaWildnis-Fläche Holdorf Erwerb einer neuen KlimaWildnis-Fläche durch die Stiftung Erdheilungsplätze im Landkreis Nordwestmecklenburg
Zuwendungsempfangende
Stiftung Erdheilungsplätze
Maßnahmen
Flächenankauf von rund 42 Hektar Privatwaldfläche
Laufzeit
01.10.2025 bis 30.09.2027
Verortung
Landkreis Nordwestmecklenburg – Mecklenburg-Vorpommern
Fördervolumen
747.891,63 €
Copyright: Stiftung Erdheilungsplätze
Welchen Beitrag für mehr Wildnis in Deutschland leistet das Projekt?
Mit dem Projekt „KlimaWildnis-Fläche Holdorf“ der Stiftung Erdheilungsplätze entsteht neue Wildnis im Nordosten Deutschlands. Insgesamt rund 42 Hektar zusammenhängende Wald-, Moor- und Grünlandflächen werden in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft einer natürlichen Entwicklung überlassen. Die Lage der Wildnisfläche unmittelbar neben dem UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee eröffnet zudem die Chance, langfristig einen ökologischen Funktionsraum mit diesem großflächigen Schutzgebiet zu bilden.
Durch den Kauf wird gewährleistet, dass die Flächen nicht bewirtschaftet werden. Vielmehr soll der Prozess der natürlichen Waldentwicklung gefördert werden. Ziel ist es, dass sich strukturreiche, sich selbst regulierende Wildnis herausbildet, in der Totholz, natürliche Wasserläufe und dynamische Sukzessionsprozesse ihre volle ökologische Wirkung entfalten können – und damit auch Ökosystemleistungen wie Kohlenstoffspeicherung und Wasserrückhalt erfüllen können. Diese Entwicklung soll, wo notwendig, durch gezieltes Initialmanagement, wie z. B. die Förderung heimischer Laubbaumarten, unterstützt werden.
Kartenansicht der KlimaWildnis-Fläche
Was zeichnet die Fläche aus?
Copyright: Stiftung Erdheilungsplätze
Die Fläche umfasst einen artenreichen Laubmischwald mit Moor- und Wasserflächen, die zusammen rund ein Drittel des Areals ausmachen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil von Esche, Erle und Lärche, ergänzt durch Rotbuche, Eiche, Ahorn und Douglasie. Damit bietet das Gebiet vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In den letzten Jahren wurde punktuell aufgeforstet; inzwischen sind die Zäune zum Schutz der jungen Pflanzen zurückgebaut, sodass sich die Flächen frei und ohne menschliche Eingriffe weiterentwickeln können.
Die Nähe zum Biosphärenreservat Schaalsee verstärkt die Bedeutung des Projekts: Wildtiere wie Kraniche, Seeadler oder Fischotter finden in der neuen Wildnisfläche zusätzlichen Rückzugsraum und einen Trittstein zwischen bereits bestehenden Schutzgebieten. Darüber hinaus arbeitet die Stiftung Erdheilungskräfte darauf hin, zukünftig weitere angrenzende Flächen zu sichern, um die Wildnisflächen Schritt für Schritt zu erweitern.
Mit der Förderung durch das Förderprogramm KlimaWildnis wird die Stiftung Erdheilungsplätze in die Lage versetzt, diesen wertvollen Naturraum dauerhaft zu schützen. Das Projekt trägt dazu bei, die Wildnisziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie zu unterstützen, großflächige natürliche Lebensräume zu erhalten und die biologische Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken.