Oschersleben (Bode) Klimaweg Oschersleben - Naturnahe Aufwertung von Wegrainen, Vernetzung von Naturräumen und Erlebbarmachung von Natur
Zuwendungsempfangende
Stadt Oschersleben (Bode)
Maßnahmen
- Naturnahe Aufwertung des historischen „Seehäuser Wegs“ durch Baumpflanzungen, standorttypische Hecken und Blühstreifen an den Wegrainen
- Verbesserung der lokalen Wasserversickerung und Erosionsminderung durch Anlage von Querrinnen und Versickerungsmulden
- Naturnahe Ufergestaltung eines Abschnitts des Stadtflusses Bode und Einrichtung eines öffentlichen Wasserzugangs
- Errichtung von Begegnungsstätten und Schaffung von Umweltbildungsangeboten zu Themen wie Gewässerökologie, Streuobstwiesen und Klimaschutz
Laufzeit
01.07.2025 bis 30.06.2029
Verortung
Stadt Oschersleben (Bode) – Landkreis Börde – Sachsen-Anhalt
Fördervolumen
828.324,91 €
ANK-Handlungsfelder
- Natürlicher Klimaschutz auf Siedlungs- und Verkehrsflächen
Größe der Maßnahmenflächen
40.500 m²
Copyright: Thomas Neumann
Was ist die Herausforderung in Oschersleben (Bode)?
Oschersleben verfügt mit dem historischen Wanderweg „Seehäuser Weg“ und dem Stadtfluss Bode über bedeutende Natur- und Erholungsräume, deren Potenzial bislang nur teilweise genutzt wird. Der Wanderweg ist stellenweise gut ausgebaut, weist jedoch große Lücken in Begrünung und Pflege auf. Wegraine sind oft ungepflegt und wertvolle angrenzende Naturoasen bleiben bisher unbeachtet. Gleichzeitig führen mangelnde Beschattung und Bodenerosion zu ökologischen Beeinträchtigungen. Auch der Fluss Bode ist für die Bürger*innen kaum erlebbar. Technisch geprägte Deiche und fehlende Zugänge verhindern den direkten Weg zum Wasser.
Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?
Zentraler Bestandteil des Vorhabens ist die naturnahe Aufwertung des 3,5 Kilometer langen „Seehäuser Wegs“. Neue Baumpflanzungen, standorttypische Hecken und Blühstreifen an den Wegrainen schaffen Verschattung, verbinden Lebensräume und mindern Bodenerosion. Querrinnen und offene Zisternen sorgen dafür, dass Regenwasser direkt vor Ort versickert und Erosion vermindert wird. Strukturelemente wie Lesesteinhecken, Steinhaufen und Nistkästen schaffen neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Entlang des Wegs informieren anschaulich gestaltete Stationen über Wasser, Wald, Luft und Erde als Lebensgrundlagen.
Gleichzeitig wird die Bode zu einem erlebbaren Naturraum. Eine naturnahe Ufergestaltung und ein neuer Flachwasserzugang am „Bodeknick“ laden zum Beobachten, Verweilen und Naturgenießen ein und verknüpfen den Fluss stärker mit dem Landschaftsschutzgebiet „Großes Bruch“.
Welchen Beitrag leistet das Projekt künftig für den Natürlichen Klimaschutz?
Mit der ökologischen Aufwertung des Wanderwegs und der Vernetzung von Naturflächen bindet das Projekt künftig mehr CO₂, verbessert den Wasserhaushalt und stabilisiert das Mikroklima durch Verschattung. Die Erosionsgefahr wird reduziert, während artenreiche Pflanzungen und naturnahe Strukturen wertvolle Lebensräume schaffen. Gleichzeitig laden der „Klimaweg Oschersleben“ und der Flachwasserzugang am „Bodenknick“ Menschen dazu ein, die Natur vor der Haustür neu zu entdecken, selbst aktiv zu werden und Wissen zu Klimaschutz, Gewässerökologie und Biodiversität zu gewinnen. Durch die enge Einbindung lokaler Akteur*innen und die langfristige Pflege bleibt der Nutzen weit über die Projektlaufzeit hinaus erhalten.