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Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen

Kommune mit Bäumen und Wegbegrünung

Groß Kreutz (Havel) Windschutzstreifen und Teichsanierung in Groß Kreutz (Havel)

Zuwendungsempfangende

Gemeinde Groß Kreutz (Havel)

Maßnahmen

  • Anlage von Wegrainen und Säumen mit Hecken, Gehölzen und Alleen
  • Renaturierung eines Stillgewässers

Laufzeit

laufend

01.06.2025 bis 31.05.2030

Verortung

Groß Kreutz (Havel) – Landkreis Potsdam – Mittelmark - Brandenburg

Fördervolumen

500.000,00 €

ANK-Handlungsfelder

  • Natürlicher Klimaschutz auf Siedlungs- und Verkehrsflächen
  • Naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen

Größe der Maßnahmenflächen

800 m2 (Dorfteich) und 18.000 m(Erosionsverminderung)

Der verschlammte und zugewachsene Teich in Bochow (Groß Kreutz) wird saniert, um die Verlandung zu stoppen, die Wasserqualität zu verbessern und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zurückzugewinnen.

Was ist die Herausforderung in Groß Kreutz?

Die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) gehört zu den waldarmen Regionen Brandenburgs und ist vor allem von Ackerflächen geprägt. Früher bestimmten Obstplantagen und begrünte Wegraine das Landschaftsbild, doch in den vergangenen Jahrzehnten wurden viele dieser Strukturen gerodet. Seither sind die Flächen ungeschützt den vorherrschenden West- und Nordwestwinden ausgesetzt. Das führt zu starker Bodenerosion und erhöhter Staubbildung – beides belastet Natur und Anwohnende. Zusätzlich ist der Dorfteich im Ortsteil Bochow stark verschlammt und zugewachsen, sodass er zunehmend verlandet. Die Folge sind nicht nur ökologische Schäden, sondern auch unangenehme Gerüche, die die Lebensqualität der Menschen vor Ort mindern. 

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Zur Verbesserung der Wasserqualität wird der Dorfteich in Bochow umfassend saniert. Faulschlamm wird entfernt, zuwuchernde Vegetation beseitigt und die Abläufe instandgesetzt. Damit wird die Verlandung gestoppt, Geruchsbildung verhindert und ein artenreicher Lebensraum für Gewässerorganismen wiederhergestellt. 

Um Bodenerosion und Staubbildung in Groß Kreutz zu verringern, werden am Schenkenberger Festplatz sowie entlang mehrerer Wege Hecken aus klimaresilienten Bäumen und Sträuchern gepflanzt. Diese schaffen ökologisch wertvolle Wegraine, bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten und schützen die Landschaft vor Wind. Das Projekt bindet dabei die Gemeinde, Schulen und lokale Akteur*innen aktiv ein, um Wissen zu vermitteln und den Naturschutzgedanken langfristig in der Bevölkerung zu verankern.

Welchen Beitrag leistet das Projekt künftig für den Natürlichen Klimaschutz?

Mit den neuen Wegrainen werden Treibhausgase gebunden, die Staubbelastung sinkt und die Landschaft erhält wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere zurück. Gleichzeitig schützen die Gehölzstreifen vor starken Winden und verbessern das lokale Mikroklima. Die Teichsanierung in Bochow trägt zu mehr Artenvielfalt im Gewässer bei, steigert die Wasserqualität und reduziert Nährstoffeinträge. Beide Maßnahmen verbessern die Lebensqualität der Dorfgemeinschaft und stärken die ökologische Stabilität der Region. Durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Schulprojekte und Einbindung von Wanderwegen wird das Naturerleben der Menschen vor Ort gestärkt.