Perleberg Revitalisierung und klimaresiliente Anpassung der Parkanlagen am südlichen Stadtrand von Perleberg
Zuwendungsempfangende
Stadt Perleberg
Maßnahmen
- Neugestaltung des Friedrich-Engels-Platzes mit klimaangepasster Bepflanzung und Blühwiesen
- Erhalt und Pflege von Altbaumbeständen zur Förderung der CO₂-Bindung und Klimaregulation
- Bekämpfung invasiver Neophyten und Förderung heimischer Arten
- Anlage von Begegnungsorten mit Umweltbildungselementen
Laufzeit
01.12.2024 bis 30.11.2028
Verortung
Perleberg – Prignitz – Brandenburg
Fördervolumen
557.560,65 €
ANK-Handlungsfelder
- Natürlicher Klimaschutz auf Siedlungs- und Verkehrsflächen
Größe der Maßnahmenflächen
57.200 m²
Copyright: Antje Hartwig
Was ist die Herausforderung in Perleberg?
Die Stadt Perleberg steht vor ökologischen und städtebaulichen Herausforderungen: durch fehlende Verschattungsflächen und eine geringe Wasserhaltefähigkeit des Bodens ist die Stadtklimafunktion insbesondere im Bereich der eng bebauten Altstadt und dem Stadtteil Perleberg Ost (sozialer Wohnungsbau) eingeschränkt. Die notwendige Aufwertung und Qualifizierung der Stadt-Umland-Beziehung wird am Beispiel der Parkanlagen am südlichen Stadtrand deutlich. So besteht auf dem Friedrich-Engels-Platz eine hohe Hitzebelastung, verursacht durch geringe Vegetation wie Bäume oder Pflanzen. Hinzu kommt, dass sowohl der Stadtpark als auch der Eichenhain durch Stürme, Schadorganismen oder invasive Pflanzen ökologische Defizite aufweisen. Ein Rückgang der Biodiversität ist festzustellen, z.B. durch Degeneration von Hecken und Verlust von Brutplätzen. Nicht zuletzt mangelt es an Wohlfühlqualität für Bürgerinnen und Bürger durch unstrukturierte Wege innerhalb der Parkanlagen.
Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?
Das Projekt zielt darauf ab, durch die Pflanzung klimaresilienter Bäume und Blühwiesen sowie den Erhalt und die Revitalisierung des Altbaumbestandes die Hitzebelastung zu reduzieren und die Biodiversität zu verbessern. Innerhalb der Altbaumbestände sollen invasive Pflanzen entfernt und die heimische Vegetation gefördert werden. Die Revitalisierung der Parkanlagen und die Renaturierung von Grünflächen am südlichen Stadtrand führen zu abwechslungsreichen Lebensräumen und damit zu einer erhöhten Biodiversität. Der teils mangelhaften Wegeführung innerhalb der Parkanlagen wirkt zukünftig die Aufwertung und funktionale Verbesserung der Wegebeziehungen entgegen: hier sind z.B. Begegnungsorte und Ruhezonen für Erholung und Naturerleben geplant.
Das Projekt findet in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde statt und wird von einem partizipativen Gedanken getragen, indem die Bevölkerung in den Gestaltungsprozess einbezogen und zum Mitmachen angeregt werden. So sind unter anderem Begegnungsorte und Naturerfahrungspunkte vor allem für Kinder geplant.
Welchen Beitrag leistet das Projekt für den Natürlichen Klimaschutz?
Das Projekt trägt zum Natürlichen Klimaschutz bei, indem es durch Neupflanzungen klimaresilienter Gehölze und den Erhalt alter Bäume CO₂ bindet. Durch die entstehenden Schattenflächen wird zudem die Temperatur reguliert und dadurch insgesamt das Stadtklima verbessert. Es entstehen außerdem neue Lebensräume für Insekten, Vögel und Fledermäuse, was wiederum zu einer verbesserten Biodiversität führt. Auch die Stärkung des naturnahen Wasserhaushalts mit Vegetation, die dem Wasserrückhalt durch Bodenverbesserung und Beschattung dient, erzielt nachhaltige Effekte und trägt zum Natürlichen Klimaschutz bei. Insgesamt entsteht durch die geplanten Maßnahmen eine Aufwertung der Parkanlagen im Sinne einer nachhaltigen grünen Stadtentwicklung und mehr Lebensqualität für Bürger*innen der Stadt sowie ihre Gäste. Eine langfristige Pflege der Parkanlagen durch die Stadtverwaltung verstetigt die Maßnahmen.