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Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen

Kommune mit Bäumen und Wegbegrünung

Remscheid Remscheider Auen – Aktivierung des Eschbach- und Lobachtals für Klimaanpassung, biologische Vielfalt und als Gewinn an Lebensqualität

Zuwendungsempfangende

Stadt Remscheid

Maßnahmen

  • Wiederherstellung ökologischer Durchgängigkeit und naturnaher Auen mit natürlicher Überflutungsdynamik
  • Ökologische Aufwertung alter Teiche durch Entschlammung und Öffnung der Abläufe
  • Anlage von Stillgewässern und Mulden als Lebensräume für Amphibien und andere Arten
  • Entfernung nicht-heimischer Gehölze zur Entwicklung eines standorttypischen Auenwaldes
  • Neugestaltung eines barrierearmen Lehrpfads mit Naturerlebnisraum am Grillplatz

Laufzeit

laufend

01.01.2025 bis 31.12.2029

Verortung

Stadt Remscheid – Kreisfreie Großstadt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW)

Fördervolumen

1.088.669,70 €

ANK-Handlungsfelder

  • Naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen

Größe der Maßnahmenflächen

20.500 m²

Die Aue im rechten Bereich des Lobachs wird zukünftig an das Gewässer angebunden und vernässt, um den Hochwasserschutz und die Artenvielfalt zu stärken.

Was ist die Herausforderung in Remscheid?

Remscheid liegt in einer typischen Mittelgebirgslandschaft mit engen Tälern, steilen Hängen und zahlreichen Bächen, die seit Jahrhunderten wirtschaftlich genutzt werden. Die beiden Bäche Eschbach und Lobach sind stark durch industrielle Einflüsse geprägt: Wehre, Mauern und alte Stauteiche behindern den natürlichen Verlauf der Bäche. Ufergehölze entsprechen zudem nicht mehr der ursprünglichen Auenvegetation. Die ökologische Qualität der Gewässer ist dadurch stark beeinträchtigt. Zusätzlich fehlen Retentionsräume – und damit auch wirksamer Hochwasserschutz. Bei Starkregenereignissen wie im Juli 2021 führt dies zu erheblichen Schäden.

Der notwendige Umbau hin zu klimaresilienten Strukturen wird durch denkmalgeschützte Überreste historischer Kotten erschwert. Die Stadt Remscheid möchte mit den Projektmaßnahmen ökologische und historische Belange in Einklang bringen.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Im Zentrum der Projektaktivitäten stehen fünf Standorte entlang des Eschbachs und Lobachs. Zu den Maßnahmen zählen die Anbindung und Wiedervernässung der nahezu trockenen Auen an die Fließgewässer, die Anlage von Stillgewässern als Lebensraum für Flora und Fauna sowie die Entfernung standortfremder Gehölze wie Hybridpappeln, um natürliche Auenwälder zu entwickeln. Ergänzt werden die Maßnahmen durch einen Erlebnispfad, der über die Bedeutung von Auen, Klimaschutz und Artenvielfalt informiert.

Welchen Beitrag leistet das Projekt künftig für den Natürlichen Klimaschutz?

Durch die Wiederherstellung von Auen und Feuchtflächen entsteht wertvoller Retentionsraum, der nicht nur Hochwassergefahren reduziert, sondern auch als CO₂-Senke wirkt. Gleichzeitig verbessern die Maßnahmen die Artenvielfalt und die Lebensraumqualität für Erholungsuchende in der lokalen Region. Das Projekt schafft zudem eine wichtige Wissensgrundlage: Ein begleitendes Monitoring liefert Erkenntnisse für weitere Maßnahmen an Remscheids Gewässern. Die langfristige Pflege der Flächen ist gesichert, ebenso wie die Weiterführung des Bildungsangebots im Naturerlebnisraum durch Kooperationen mit außerschulischen Lernorten.