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Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen

Kommune mit Bäumen und Wegbegrünung

Naturnahes Hochwasserrückhaltesystem Sasel (NHS) Naturnahe Erweiterung des Rückhaltesystems der Berner Au in Hamburg-Sasel und Umsetzung der Fischdurchgängigkeit des Gewässers

Zuwendungsempfangende

Freie Hansestadt Hamburg, vertreten durch das Bezirksamt Wandsbek

Maßnahmen

  • Entstehung einer Sekundäraue und eines Altarms mit wertvollen Pflanzengemeinschaften
    • Verlegung der Berner Au und Anbindung an ein Hochwasserrückhaltebecken
    • Bau eines fischdurchgängigen Drosselbauwerks
    • Errichtung eines 90 m langen Bohlenweges über die Sekundäraue für Anwohnende und Besuchende.
  • Ansaaten der Flächen, Pflanzungen von Stauden, Sträuchern und Bäumen

Laufzeit

laufend

01.04.2025 bis 30.06.2026

Verortung

Hamburg-Wandsbek – Hamburg

Fördervolumen

4.415.647,28 €

ANK-Handlungsfelder

  • Anpassungsmaßnahmen an die Auswirkungen der Klimaentwicklung
  • Naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen

Größe der Maßnahmenflächen

ca. 8 ha

Das Wehr beim Hochwasserrückhaltebecken Sasel soll künftig durch ein neues Ablaufwerk ersetzt werden. Dieses regelt den Wasserabfluss und sorgt dafür, dass auch Fische das Gewässer ohne Hindernis passieren können.

Was ist die Herausforderung in Hamburg-Wandsbek? 

Die Berner Au ist in Hamburg-Wandsbek durch unterschiedliche Belastungen geprägt. In Trockenzeiten fällt sie streckenweise trocken, bei Stark- und Dauerregen staut sie sich durch zusätzliche Zuflüsse aus der städtischen Entwässerung auf. Dadurch steigt die Gefahr von Überschwemmungen in angrenzenden Wohngebieten. Gleichzeitig fehlt es dem Gewässer an ökologischer Vielfalt: Der Abfluss ist reguliert, die Durchgängigkeit für Fische fehlt und die naturnahe Struktur ist vielerorts verloren gegangen. Die Herausforderung besteht darin, den Hochwasserschutz deutlich zu verbessern und gleichzeitig den ökologischen Zustand der Berner Au aufzuwerten. Dafür müssen Rückhalteräume erweitert, fischfreundliche Bauwerke eingebaut und neue Wege zur Erlebbarkeit geschaffen werden. Ziel ist es, den Wasserhaushalt zu stabilisieren, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu fördern und das Gewässer für die Menschen wieder erlebbar zu machen.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Das Projekt verlegt die Berner Au und führt sie über vertiefte Retentionsflächen, die an das Hochwasserrückhaltebecken Sasel anbinden. Die Renaturierung umfasst größere Retentionsflächen, eine Teilentschlammung des Beckens, sowie die Erweiterung der Gehölzflächen und die Verlängerung des Gewässerlaufs. Elementar für die Steigerung der ökologischen Qualität ist der Umbau des Wehrs zu einem fischdurchgängigen Ablaufbauwerk. Ein Abschnitt wird zu einem Altarm, eine Grünwiese zur Sekundäraue umgestaltet. Kiesbänke und Sohlgleiten schaffen neue naturnahe Strukturen, der alte Verlauf bleibt als zusätzlicher Retentionsraum erhalten. Ein neues Wegesystem mit Krautsäumen und einem 90 Meter langen Bohlenweg über die Sekundäraue ermöglicht Erholung und Umweltbildung. Besucher*innen erfahren vor Ort, warum mehr Rückhalteflächen angesichts zunehmender Starkregenereignisse wichtig sind. Die Umsetzung erfolgt im engen Austausch mit einer Bürgerinitiative für Hochwasserschutz.

Welchen Beitrag leistet das Projekt künftig für den Natürlichen Klimaschutz?

Der wesentliche Beitrag zu den Klimaschutzzielen liegt in Anpassungsmaßnahmen an die Auswirkungen der Klimaentwicklung: indem zusätzliche Überschwemmungsflächen in Form der Retentionsräume geschaffen werden und Rückhalt und Speicherung von Niederschlagswasser mittels naturbasierter Lösungen erfolgen fallen 45 Gebäude aus der Überschwemmungsgefährdung. Dass Wasser von den vielfältig angelegten Retentionsflächen verzögert abfließt, versickert und verdunstet und die Lauflänge von Fließgewässern verlängert wird, fördert als Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in der Landschaft und zur Renaturierung von Fließ- und Stillgewässern die Klimaschutzziele als auch die Stärkung der biologischen Vielfalt und trägt über die Frischluftentstehung zur Erhöhung der Lebensqualität in den nahen Siedlungsgebieten bei. Ein weiterer Beitrag zum Ziel der Erhöhung der Lebensqualität liegt darin, dass die Maßnahme ein positives Naturerleben ermöglicht.