14.07.2022

Fünf Millionen Euro für besseren Hitzeschutz im AWO-Psychiatriezentrum in Königslutter am Elm

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn hat heute einen Förderscheck in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro an die AWO Niedersachsen überreicht.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMUV, Christian Kühn, hat heute einen Förderscheck in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro an die AWO Niedersachsen überreicht. Mit Hilfe der Fördermittel erhält das Psychiatriezentrum in Königslutter am Elm neue Wärmeschutzfenster und Fassaden-Beschattungsanlagen. Patient*innen und Beschäftigte sollen so besser gegen Hitzewellen geschützt werden. Das Projekt in Königslutter am Elm ist eines der größten Vorhaben, die im Rahmen des Förderprogramms Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo) unterstützt werden.

Die AWO Niedersachsen ist das größte Fachkrankenhaus Niedersachsens. Sie besteht aus sechs Fachkliniken, einer Pflegeschule sowie einer Fortbildungsakademie. Das AWO Psychiatriezentrum in Königslutter am Elm besteht aus den Kliniken Allgemeinpsychiatrie und Psychiatrie mit den Abteilungen für Abhängigkeitserkrankungen und psychotische Erkrankungen sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie und einer Klinik der forensischen Psychiatrie. Das Haus verfügt über 700 Betten und betreut jährlich rund 8.000 Patient*innen. Die vorhandenen Fenster im AWO-Psychiatriezentrum weisen keinen Sonnenschutz auf. Dies führt zu einer starken Aufheizung des Gebäudeinneren, besonders an sonnigen Tagenund stellt vor allem für die zu betreuenden Patient*innen eine starke klimatische Belastung dar, die sich negativ auf den Genesungsprozess auswirken kann. Auch die Mitarbeiter*innen sind von der Hitzebelastung betroffen und dringend auf zumutbare Arbeitsbedingungen angewiesen. Die nun vorgesehenen Hitzeschutzmaßnahmen reduzieren gesundheitliche Risiken und lassen eine wesentliche Verbesserung der Betreuungs- und Arbeitsbedingungen erwarten.

Das Förderprogramm Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen der Klimakrise zu wappnen. Daher wird das Förderprogramm entfristet und als Regelprogramm für Klimaanpassung des BMUV weitergeführt. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Gesellschaft bei und mindern u.a. die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen als Projektträgerin im Auftrag des BMUV.

 

Aktuelle Meldungen