23.03.2023

Bienenstöcke mit Sensorik: Mithilfe von KI die Umwelt schützen

Die Teilnehmenden diskutieren über Sensoren für die smarte Pflanzenwand.

Beim Sensorikworkshop der KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz am 4. März 2023 „Schwarmintelligenz – Smarte Bienenstöcke und offene Sensordaten“ haben sich die Teilnehmenden mit dem smarten Bienenstock des Bee Observer-Projektes (BOB) beschäftigt.

Das BOB-Projekt ist aus einem Forschungs- und Citizen-Science-Projekt der Universität Bremen hervorgegangen, wo Imkerinnen und Imker elektronische Bauteile und Software selbst gefertigt haben. Mithilfe einzelner Sensoren, die rudimentäre Daten wie Gewicht oder Temperatur liefern, kann der Verbund mehrerer Sensoren und Bienenstöcke tiefere Einblicke zum Zustand von Bienenvölkern in ganz Deutschland ermöglichen. Das Herzstück der smarten Bienenstöcke sind natürlich die Bienen selbst, die als mobile Sensoren dienen können, um Aussagen über den Gesundheitszustand des Ökosystems in ihrer Umgebung zu treffen.

Workshopteilnehmende hören Vortrag
Clemens Gruber von der Hiveeyes-Community stellt das Innere eines Bienenstocks vor und verrät, welche Daten sich lohnen.

Clemens Gruber von der Hiveeyes-Community stellte uns den smarten Bienenstock genauer vor. Er gab spannende Einblicke ins Innere der Beute, stellte die Tänze und Laute der Bienen vor und demonstrierte das Potenzial von datenbasierter Imkerei mit Hilfe von KI. Nach dem Ende der Projektlaufzeit übernahm die Hiveeyes-Community die Kommunikation mit der in diesem Projekt Engagierten sowie die Bereitstellung der Bauanleitung und anderer Dokumentationsmaterialien.

Die Teilnehmenden haben anhand verschiedener Umweltsensoren ganz praktisch erfahren, wie einfach (oder schwierig) die Erfassung von Daten sein kann. Im Anschluss haben wir in Kleingruppen sowohl an möglichen Erweiterungen für den Bienenstock gearbeitet, aber auch Sensoren für unsere smarte Pflanzenwand identifiziert, die wir in kommenden Workshops gemeinsam bauen wollen. Schließlich haben wir uns auch mit der Ethik von KI-Systemen beschäftigt und zwei Szenarien skizziert, eine Utopie und eine Dystopie. Dabei ist uns aufgefallen, dass das dystopische Szenario sehr nahe an der gegenwärtigen Situation ist – wir müssen also etwas ändern, damit die Zivilgesellschaft in die Lage versetzt wird, KI gemeinwohlorientiert und umweltgerecht einzusetzen. Der Workshop war hoffentlich ein Beitrag dazu.

Workshopteilnehmende arbeiten vor Laptops
Um Sensordaten auszulesen, programmieren die Teilnehmenden einen Mikrocontroller.

Hintergrundinformationen

In der Veranstaltungsreihe „Sensorikworkshops der KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz“ geht es darum, die für die Umweltmessung benötigten Sensoren und Daten praktisch vorzustellen. Wozu brauchen wir KI, um die Umwelt zu schützen? Was „sieht“ das KI-System eigentlich? Welche Daten können wir überhaupt erfassen? Wie teuer ist die eingesetzte Technik? Wie einfach kann jede Person selbst KI nutzen, um die Natur zu beobachten? Diese Fragen wollen wir gemeinsam beantworten, in jedem Monat setzen wir einen anderen Schwerpunkt. Der nächste Workshop findet am 1. April 2023 zum Thema »Dicke Luft – CO2 und Luftverschmutzung« statt. Weitere Informationen folgen.

Kontakt

KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz Impact Hub, Rollbergstr. 28A
12053 Berlin
+49 30 700 181 959 E-Mail schreiben

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Sprechstunde vor Ort ohne Anmeldung:
montags 14-16 Uhr, dienstags 11-13 Uhr, donnerstags 17-19 Uhr und jeden 1. und 3. Samstag im Monat 11-15 Uhr

Zeichnung mit Menschen und Puzzleteilen
Personengruppe mit ausgebreiteten Armen in Raum
Die Workshop-Besucherinnen und Besucher simulieren Schwarmverhalten.
Personengruppe sitzt beim Mittagessen an großem Tisch
Gespräche und gemeinsames Mittagessen im Café des Impact Hub Berlin.

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