Leitstelle Wasserstoff

Im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH die Bundesregierung seit September 2020 bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie durch die Einrichtung und den Betrieb der Leitstelle Wasserstoff (LS). Die ZUG unterhält die Leitstelle Wasserstoff gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH und dem Projektträger Jülich (PtJ). Eine weitere Durchführungsorganisation wird zeitnah hinzukommen.

Über die Leitstelle

Die Leitstelle Wasserstoff unterstützt den Nationalen Wasserstoffrat (NWR) bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) und hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Unterstützung aller an der Nationalen Wasserstoffstrategie beteiligten Bundesressorts (BMU, BMBF, BMWi, BMZ, BMVI) bei der Umsetzung der Strategie
  • Unterstützung des Nationalen Wasserstoffrats bei der Koordinierung und Formulierung von thematischen Fragestellungen und Handlungsempfehlungen 
  • Verlaufskontrolle der Nationalen Wasserstoffstrategie durch einen jährlichen Monitoringbericht

Im Rahmen der Betreuung der Leitstelle übernimmt die ZUG insbesondere Verantwortung bei der Unterstützung des Nationalen Wasserstoffrats und bei der Erstellung des jährlichen Monitoringberichts.

Die Nationale Wasserstoffstrategie

Zur Erreichung der Klimaziele müssen auch Sektoren und Prozesse betrachtet werden, die nicht durch eine Effizienzsteigerung von bisherigen Abläufen dekarbonisiert werden können, wie zum Beispiel durch direkte Elektrifizierung. Durch die Nutzung von grünem Wasserstoff und dessen Folgeprodukten, sogenannten PtX-Technologien, kann beispielweise auch im Flug- und Seeverkehr sowie in der Stahlerzeugung ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der Klimaziele geleistet werden. Grüner Wasserstoff gilt somit als wichtiger Baustein für die Energiewende. Dabei ist darauf zu achten, dass die Nutzung von Wasserstoff langfristig nur dann seine klimapolitische Wirkung entfalten kann, wenn dieser ausschließlich mit erneuerbaren Energien erzeugt wird. 

Um die nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschaft voranzutreiben, hat die Bundesregierung am 10. Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Dabei sollen Klima-, Industrie- und Energiepolitik weiter miteinander verzahnt und das Erreichen der Klimaziele unter Berücksichtigung von Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit sichergestellt werden. Die Nationale Wasserstoffstrategie beinhaltet einen Aktionsplan mit 38 Maßnahmen, der eine systemische Betrachtung sicherstellen und den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette fördern soll. Für die Strategie stehen insgesamt 9 Milliarden Euro zur Verfügung, davon 2 Milliarden für internationale Partnerschaften mit Bezug zu Wasserstoff.