Unlikely Allies

Die Ausgangssituation: Was ist die ökologische Herausforderung?

Hier treffen zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite Menschen, die sich aktiv im Natur- und Klimaschutz engagieren. Auf der anderen Seite Start-ups, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwicklerinnen und Entwickler, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen. Während für die einen KI bislang keine geläufige Option ist, um ihr Engagement auszuweiten, wissen die anderen oft nicht, dass es auch im Umwelt- und Klimaschutz wichtige Anwendungsfelder für KI gibt.

Beide Seiten, Nachhaltigkeits- sowie Technologieexpertinnen und -experten, haben bislang kaum Berührungspunkte. Es mangelt an gemeinsamen Veranstaltungen oder Netzwerken, um Visionen und neue Anwendungen zu erarbeiten.

Die Idee: Welchen Beitrag kann KI konkret leisten?

Das Projekt „Unlikely Allies“ – auf Deutsch etwa: unerwartete Verbündete – will diese beiden sehr unterschiedlichen Welten zusammenbringen. Ziel ist es, KI-Kompetenzen systematisch für den Natur- und Klimaschutz nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung von KI-Expertise mit Umweltschutzinitiativen. Es soll ein Programm entwickelt werden, das spezifische Kooperations- und Fördermaßnahmen für die Zusammenarbeit der „Unlikely Allies“ beinhaltet. Dazu sind Mitglieder des KI Bundesverband e.V. und des Deutschen Naturschutzrings eingebunden, die gemeinsam den Bedarf für das Kooperations-Programm festlegen und an einem Pilotworkshop teilnehmen. Beide Verbände unterstützen das Projekt organisatorisch und inhaltlich.

Der Ausblick: Welchen Leuchtturmcharakter hat das Projekt?

Langfristig soll die Zusammenarbeit von KI-Expertinnen und -Experten mit Umweltschutzorganisationen KI-Wissen in den Organisationen aufbauen und die Wirksamkeit von Umweltschutzinitiativen erhöhen, indem digitale Innovationen zum Einsatz kommen. Der Schutz unserer Wälder kann z.B. durch den Einsatz von KI wesentlich verbessert werden, in dem Satellitenbilder, Geodaten und Klimadaten maschinell ausgewertet werden.

In einer möglichen zweiten Projektphase gilt es dann, „Koalitionen des Wandels“ zu etablieren. Diese neuen Kooperationen zwischen Umweltorganisationen und Technologie-Fachleuten haben das Potenzial, die vielfältigen Chancen der Künstlichen Intelligenz für eine grundlegende Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft zu nutzen.