Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

Aktueller Hinweis

Vielen Dank für Ihr Interesse am Förderprogramm. Das letzte Förderfenster wurde mit Ablauf des 30.11.2020 geschlossen. Momentan findet daher keine offene telefonische Beratung statt. Die Hotline wird erneut für das nächste Skizzenfenster aktiviert werden. Bei laufenden Anträgen kommen wir bei Bedarf proaktiv auf Sie zu. Bei dringenden Anfragen zu laufenden Anträgen schreiben Sie uns bitte eine Email mit einer möglichst genauen Schilderung des Hintergrunds und Ihrer Fragen.

Die Ausgestaltung des nächsten Förderfensters ist derzeit in einer frühen Planungsphase. Fragen zum nächsten Skizzenfenster können daher derzeit nicht beantwortet werden. Eine Orientierung zu den Inhalten und Kriterien des letzten Förderfensters erhalten Sie u.a. in unserem Merkblatt.

Weitere Informationen zum nächsten Skizzenfenster stellen wir für Sie rechtzeitig auf dieser Website bereit. Besuchen Sie hierfür gerne in regelmäßigen Abständen diese Seite.

Über das Förderprogramm

Mit dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ fördert das Bundesumweltministerium Projekte, die Antworten auf die Folgen der Erderwärmung wie Hitzeperioden, Hochwasser oder Starkregenereignisse liefern und die Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Gefördert werden lokale und kommunale Akteure, Vereine und mittelständische Betriebe sowie Bildungseinrichtungen in den drei folgenden Förderschwerpunkten:

  • Förderschwerpunkt 1: Anpassungskonzepte für Unternehmen
  • Förderschwerpunkt 2: Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung
  • Förderschwerpunkt 3: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen

Die geförderten Aktivitäten dürfen nicht gegen den Klimaschutz stehen. Zum Beispiel hilft eine Klimaanlage zwar dem Menschen dabei, sich durch die Kühlung von Innenräumen an sommerliche Hitzewellen anzupassen, benötigt dafür aber viel Strom, bei dessen Produktion klimaschädliche Treibhausgase entstehen. Hier sind Alternativen gefragt, sich gegenüber den Klimaveränderungen anzupassen.

Das Förderprogramm soll eine möglichst breite Wirkung entfalten. Im Mittelpunkt stehen dabei lokal und regional wirkende Vorhaben. Eine große Breitenwirkung wird darüber hinaus durch eine ausgewogene regionale Verteilung der Fördermittel angestrebt.

Voraussetzungen für die Antragsberechtigung

Einen Antrag auf Förderung können Bildungsträger wie zum Beispiel Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen, Verbände, Vereine, Stiftungen und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz oder Niederlassung und Schwerpunktaktivitäten in Deutschland stellen. Bitte beachten Sie bei der Antragstellung das Europäische Beihilferecht, welches insbesondere für Unternehmen von Bedeutung ist.

Förderschwerpunkte

Förderschwerpunkt 1: Anpassungskonzepte für Unternehmen


Antragsberechtigt: Unternehmen
Maximale Zuwendung: 100.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 2 Jahre

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten für Unternehmen, mit besonderem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie kommunale Unternehmen. Die Konzepte sollen mögliche Risiken, aber auch Chancen adressieren, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Verpflichtender Teil des Anpassungskonzeptes ist eine Risiko- beziehungsweise Betroffenheitsanalyse, welche die Belegschaft, den Standort, die Produktionsprozesse, die Produktpalette und die Wertschöpfungskette umfasst. Im Ergebnis soll das Anpassungskonzept in die unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie oder das betriebliche Umwelt- beziehungsweise Risikomanagement integriert werden, welches fundierte Entscheidungen über konkret anstehende oder perspektivisch erforderliche Anpassungsmaßnahmen ermöglicht.

Förderschwerpunkt 2: Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung


Antragsberechtigt: Bildungsträger
Maximale Zuwendung: 200.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 2 Jahre

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Entwicklung von Bildungsangeboten und deren pilothafte Umsetzung. Bildungsträger sollen dazu angeregt werden das Thema Klimawandel und Klimawandelanpassung in regionale / lokale oder fachbezogene beziehungsweise zielgruppenorientierte Bildungsangebote einzubringen. Dabei sind nicht nur neue Bildungsformate von Interesse, sondern auch Vorhaben, die bestehende und etablierte Bildungsangebote durch Module bzw. um den Aspekt Klimawandelanpassung ergänzen. Förderfähig sind dabei ausschließlich:

  • Fort- und Weiterbildungen in der beruflichen Bildung
  • Fort- und Weiterbildungen im Ehrenamt
  • Bildungsmodule in Ausbildung, Lehre und Studium
  • Schülerförderung und Bildungsangebote für Lehrer und Schüler sind nicht förderfähig

Förderschwerpunkt 3: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen


Antragsberechtigt: Vorhaben mit Teilnahme einer Kommune als Verbund- oder Kooperationspartner
Maximale Zuwendung: 300.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 3 Jahre

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben mit Modellcharakter, die innovative Formen der Kooperation im städtischen und ländlichen Raum erproben. Diese Vorhaben sollen beispielgebende Impulse für die Anpassung an den Klimawandel geben. Es sollen nachhaltige Wege gefunden werden, Klimawandel und Extremwetteraspekte in klimasensible Handlungsbereiche und lokales beziehungsweise regionales politisches Handeln zu integrieren und die Robustheit und die Zukunftsfähigkeit von existierenden Systemen zu erhöhen. Die Befähigung zur Klimaanpassungskompetenz der Akteure steht dabei im Vordergrund.

Art der Förderung

Für die Durchführung der Vorhaben können Zuwendungen im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Gefördert werden können projektbezogene Ausgaben bzw. Kosten, die im Rahmen einer wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung zur Erreichung des Projektziels erforderlich sind, sofern eine Realisierung ohne diese Förderung nicht möglich ist.

Eine angemessene Eigenbeteiligung durch Eigenmittel und ggf. die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel (zum Beispiel Mittel Dritter) sind grundsätzlich Voraussetzung für eine Bewilligung. Die Förderung ist keine Dauerförderung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Für alle Projekte gilt bis zum Eingang und zur Prüfung des Verwendungsnachweises ein Schlusszahlungsvorbehalt von 10 Prozent der Zuwendungen. Investive Maßnahmen sind nicht förderfähig.

Auswahlverfahren

Das letzte Förderfenster zur Einreichung von Projektskizzen war vom 1. August bis 30. November 2020 geöffnet. Termine für kommende Förderfenster stehen aktuell noch nicht fest.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

In der ersten Verfahrensstufe können Bewerber eine Projektskizze einreichen, welche den Umfang von sieben Seiten (DIN A4, Schrift Arial, Schriftgröße 11, einzeilig) nicht übersteigen darf. Aussichtsreiche Skizzen werden in einer zweiten Verfahrensstufe aufgefordert, einen formellen Antrag auf Förderung zu stellen. Die Auswahl der Skizzen wird vom BMU auf Grundlage der in der Förderbekanntmachung veröffentlichten Kriterien vorgenommen.

Als Hilfestellung für die Erstellung Ihrer Projektskizze können Sie sich an dem „Muster für eine Projektskizze“ orientieren. Diese Muster-Vorlage können Sie bei Bedarf um weitere für Sie relevante Inhalte erweitern, dürfen dabei aber die maximale Seitenanzahl nicht überschreiten. Lesen Sie auch das Merkblatt, in dem Sie weitere hilfreiche Informationen für die Anfertigung Ihrer Projektskizze finden.

Zur Einreichung Ihrer Skizze nutzen Sie bitte das kostenfreie Antragssystem „easy-Online“. easy-Online ist ein webbasiertes elektronisches Antragssystem mit dessen Hilfe Formulare, untern anderem für die Beantragung von Zuwendungen, online ausgefüllt und als PDF-Dokument auf dem PC gespeichert werden können.

Zur Erstellung Ihrer Skizze folgen Sie bitte diesem Link. Nach dem Klick auf „Neues Formular“ am linken Rand treffen Sie folgende Auswahl in der rechts erscheinenden Ansicht:

  1. Ministerium/Bundesbehörde: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  2. Fördermaßnahme: Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

Im Anschluss können Sie mit der Formularbearbeitung fortfahren und Ihre Skizze erstellen.

Für weitere Hilfestellungen finden Sie unter dem Menüpunkt "Hilfe" auch ein Benutzerhandbuch, das Sie durch das Formular führt und Orientierung bei der Erstellung Ihres Antrags mit easy-Online gibt.

Bitte beachten Sie, dass erst nach Zugang des schriftlichen Zuwendungsbescheids und dem offiziellen Beginn des Bewilligungszeitraums mit Aktivitäten im Rahmen der Projektförderung, darunter auch Ausschreibungen und Beauftragungen, begonnen werden darf.