Projektträgerwechsel: Ab Januar 2019 übernimmt die ZUG die Förderprogrammbetreuung

Das Programm Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wird ab dem 01.01.2019 von dem BMU-eigenen Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut. Die ZUG übernimmt schrittweise alle mit der Förderprogrammbetreuung verbundenen Aufgaben vom Projektträger Jülich. Diese Übergabephase wird im Juni 2019 abgeschlossen sein. Jede Zuwendungsempfängerin oder jeder Zuwendungsempfänger wird individuell zum Zeitpunkt des jeweiligen Projektübergangs über die neuen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der ZUG informiert.

Über das Förderprogramm

Mit dem Programm „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS) fördert das Bundesumweltministerium Projekte, die Antworten auf die Folgen der Erderwärmung wie Hitzeperioden, Hochwasser oder Starkregenereignisse liefern und die Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Gefördert werden lokale und kommunale Akteure, Vereine und mittelständische Betriebe sowie Bildungseinrichtungen in den drei folgenden Förderschwerpunkten:

  • Förderschwerpunkt 1: Anpassungskonzepte für Unternehmen
  • Förderschwerpunkt 2: Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung
  • Förderschwerpunkt 3: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen

Die geförderten Aktivitäten dürfen nicht gegen den Klimaschutz stehen. Zum Beispiel hilft eine Klimaanlage zwar dem Menschen dabei, sich durch die Kühlung von Innenräumen an sommerliche Hitzewellen anzupassen, benötigt dafür aber viel Strom, bei dessen Produktion klimaschädliche Treibhausgase entstehen. Hier sind Alternativen gefragt, sich gegenüber den Klimaveränderungen anzupassen.

Das Förderprogramm soll eine möglichst breite Wirkung entfalten. Im Mittelpunkt stehen dabei lokal und regional wirkende Vorhaben. Eine große Breitenwirkung wird darüber hinaus durch eine ausgewogene regionale Verteilung der Fördermittel angestrebt.

Informationen für Antragsteller

Voraussetzungen für die Antragsberechtigung

Einen Antrag auf Förderung können Bildungsträger wie zum Beispiel Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen, Verbände, Vereine, Stiftungen und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz oder Niederlassung und Schwerpunktaktivitäten in Deutschland stellen. Bitte beachten Sie bei der Antragstellung das Europäische Beihilferecht, welches insbesondere für Unternehmen von Bedeutung ist.

Förderschwerpunkte

Förderschwerpunkt 1: Anpassungskonzepte für Unternehmen

Antragsberechtigt: Unternehmen
Maximale Zuwendung: 100.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 2 Jahre

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten für Unternehmen, mit besonderem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie kommunale Unternehmen. Die Konzepte sollen mögliche Risiken, aber auch Chancen adressieren, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Verpflichtender Teil des Anpassungskonzeptes ist eine Risiko- beziehungsweise Betroffenheitsanalyse, welche die Belegschaft, den Standort, die Produktionsprozesse, die Produktpalette und die Wertschöpfungskette umfasst. Im Ergebnis soll das Anpassungskonzept in die unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie oder das betriebliche Umwelt- beziehungsweise Risikomanagement integriert werden, welches fundierte Entscheidungen über konkret anstehende oder perspektivisch erforderliche Anpassungsmaßnahmen ermöglicht.

Förderschwerpunkt 2: Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung

Antragsberechtigt: Bildungsträger
Maximale Zuwendung: 200.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 2 Jahre

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Entwicklung von Bildungsangeboten und deren pilothafte Umsetzung. Bildungsträger sollen dazu angeregt werden das Thema Klimawandel und Klimawandelanpassung in regionale / lokale oder fachbezogene beziehungsweise zielgruppenorientierte Bildungsangebote einzubringen. Dabei sind nicht nur neue Bildungsformate von Interesse, sondern auch Vorhaben, die bestehende und etablierte Bildungsangebote durch Module bzw. um den Aspekt Klimawandelanpassung ergänzen. Förderfähig sind dabei ausschließlich:

  • Fort- und Weiterbildungen in der beruflichen Bildung
  • Fort- und Weiterbildungen im Ehrenamt
  • Bildungsmodule in Ausbildung, Lehre und Studium
  • Schülerförderung und Bildungsangebote für Lehrer und Schüler sind nicht förderfähig

Förderschwerpunkt 3: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen

Antragsberechtigt: Vorhaben mit Teilnahme einer Kommune als Verbund- oder Kooperationspartner
Maximale Zuwendung: 300.000 Euro
Projektlaufzeit: in der Regel nicht mehr als 3 Jahre

Was wir gefördert?

Gefördert werden Vorhaben mit Modellcharakter, die innovative Formen der Kooperation im städtischen und ländlichen Raum erproben. Diese Vorhaben sollen beispielgebende Impulse für die Anpassung an den Klimawandel geben. Es sollen nachhaltige Wege gefunden werden, Klimawandel und Extremwetteraspekte in klimasensible Handlungsbereiche und lokales beziehungsweise regionales politisches Handeln zu integrieren und die Robustheit und die Zukunftsfähigkeit von existierenden Systemen zu erhöhen. Die Befähigung zur Klimaanpassungskompetenz der Akteure steht dabei im Vordergrund.

Art der Förderung

Für die Durchführung der Vorhaben können Zuwendungen im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Gefördert werden können projektbezogene Ausgaben bzw. Kosten, die im Rahmen einer wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung zur Erreichung des Projektziels erforderlich sind, sofern eine Realisierung ohne diese Förderung nicht möglich ist.

Eine angemessene Eigenbeteiligung durch Eigenmittel und ggf. die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel (zum Beispiel Mittel Dritter) sind grundsätzlich Voraussetzung für eine Bewilligung. Die Förderung ist keine Dauerförderung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Für alle Projekte gilt bis zum Eingang und zur Prüfung des Verwendungsnachweises ein Schlusszahlungsvorbehalt von 10 Prozent Prozent der Zuwendungen. Investive Maßnahmen sind nicht förderfähig.

Maximale und minimale Zuwendung

  • Förderschwerpunkt 1: Die maximale Zuwendung beträgt 100.000 Euro
  • Förderschwerpunkt 2: Die maximale Zuwendung beträgt 200.000 Euro
  • Förderschwerpunkt 3: Die maximale Zuwendung beträgt 300.000 Euro

Ausgaben beziehungsweise Kosten eines Vorhabens müssen so bemessen sein, dass sich eine Zuwendung von mindestens 20.000 Euro ergibt.

Auswahlverfahren

Die Einreichungsfrist für das Auswahlverfahren 2018 ist am 31. Oktober 2018 abgelaufen. Daher werden derzeit keine weiteren Anträge angenommen. Über kommende Auswahlverfahren werden wir Sie zu gegebenem Zeitpunkt auf dieser Webseite informieren.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

In der ersten Verfahrensstufe können Bewerber eine Projektskizze einreichen, welche den Umfang von sieben Seiten (DIN A4, Schrift Arial, Schriftgröße 11, einzeilig) nicht übersteigen darf. Aussichtsreiche Skizzen werden in einer zweiten Verfahrensstufe aufgefordert, einen formellen Antrag auf Förderung zu stellen. Die Auswahl der Skizzen wird vom BMU auf Grundlage der in der Förderbekanntmachung veröffentlichten Kriterien vorgenommen.

Als Hilfestellung für die Erstellung Ihrer Projektskizze können Sie sich an dem "Muster für eine Projektskizze" orientieren. Diese Muster-Vorlage können Sie bei Bedarf um weitere für Sie relevante Inhalte erweitern, dürfen dabei aber die maximale Seitenanzahl nicht überschreiten. Lesen Sie auch das Merkblatt, in dem Sie weitere hilfreiche Informationen für die Anfertigung Ihrer Projektskizze finden.

Zur Einreichung Ihrer Skizze nutzen Sie bitte das kostenfreie Antragssystem „easy-Online“. easy-Online ist ein webbasiertes elektronisches Antragssystem mit dessen Hilfe Formulare, untern anderem für die Beantragung von Zuwendungen, online ausgefüllt und als PDF-Dokument auf dem PC gespeichert werden können.

Zur Erstellung Ihres Antrags folgen Sie bitte diesem Link. Nach dem Klick auf „Neues Formular“ am linken Rand treffen Sie folgende Auswahl in der rechts erscheinenden Ansicht:

  1. Ministerium/Bundesbehörde: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  2. Fördermaßnahme: Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

So können Sie mit der Erstellung Ihrer Skizze beginnen.

Für weitere Hilfestellungen finden Sie unter dem Menüpunkt „Hilfe“ auch ein Benutzerhandbuch, das Sie durch das Formular führt und Orientierung bei der Erstellung Ihres Antrags mit easy-Online gibt.

Bitte beachten Sie, dass erst nach Zugang des schriftlichen Zuwendungsbescheids und dem offiziellen Beginn des Bewilligungszeitraums mit Aktivitäten im Rahmen der Projektförderung, darunter auch Ausschreibungen und Beauftragungen, begonnen werden darf.