Internationale Klimaschutzinitiative: IKI Secretariat der ZUG nimmt Anträge der neuen Ausschreibungsphase für weltweiten Themenwettbewerb entgegen

Berlin, 26. März 2019

Das Bundesumweltministerium hat im Rahmen des Förderprogramms Internationale Klimaschutzinitiative einen neuen Ideenwettbewerb für ambitionierte Klimaschutz- und Biodiversitätsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgelobt. Gesucht werden Ideenskizzen für Programme, die klimaschädliche Treibhausgasemissionen reduzieren, die Anpassung an den Klimawandel unterstützen oder die biologische Vielfalt stärken. Der Ideenwettbewerb wird von der ZUG koordiniert und umgesetzt.

Über den Wettbewerb sollen Programmideen für zwölf Themenschwerpunkte gefunden werden, u.a. in den Bereichen Kohleausstieg, innovative Finanzierungsmechanismen, effiziente Nutzung erneuerbarer Energien, Reduzierung von Klimarisiken und Schutz der biologischen Vielfalt. Die IKI stellt dafür 240 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Die Förderungshöhe kann in der Regel je Programmidee zwischen 15 und 20 Millionen Euro betragen. Interessierte Organisationen müssen sich dafür in größere Konsortien zusammenschließen und gemeinsam Ideenskizzen einreichen. Die Programmvorhaben sollen eine Laufzeit von maximal acht Jahren haben.

Für die laufende Antragsphase können Programmskizzen in englischer Sprache vom 21. März 2019 bis zum 18. Juli 2019 (24 Uhr, MESZ) über die IKI-Onlineplattform eingereicht werden. Antragsberechtigt sind unter anderem Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Durchführungsorganisationen des Bundes, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland sowie internationale und multilaterale Organisationen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken oder Einrichtungen der Vereinten Nationen.

Die Themenschwerpunkte bzw. Förderschwerpunkte des Wettbewerbs sind:

  • Langfriststrategien für nachhaltige Dekarbonisierung, Resilienz und regionale Kooperation
  • Finanzierung der Umsetzung nationaler Klimaschutzbeiträge (NDCs)
  • Vertikale Integration für wirksamen Klimaschutz
  • Energiewende: Effiziente Nutzung erneuerbarer Energien (EE) inklusive Sektorkopplung
  • "Just Transition" von Kohle zu Erneuerbaren Energien
  • Ausrichtung von Infrastrukturinvestitionen an den Zielen des Paris Klimaschutzabkommens und der 2030-Agenda in Zentral- und Südostasien
  • Regionale Mechanismen für eine kohlenstoffarme, klimaresiliente Transformation im Hinblick auf den Energie-Wasser-Land-Nexus in Zentralasien
  • Reduzierung von Klimarisiken für den Privatsektor durch Ökosystembasierte Anpassung (EbA)
  • Umsetzung von nationalen Anpassungsprioritäten des Pariser Klimaschutzabkommens durch gezielte Förderung des Prozesses der Nationalen Anpassungsplanung (NAP) in West- und Zentralafrika
  • Bonn Challenge: Kohlenstoffbindung durch die Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften
  • Biodiversitätserhaltung in Meeres- und Küstengebieten
  • Biodiversitätserhaltung in der gesamten Landschaft

Für diese Themen kann ein Konsortium Programmskizzen einreichen, aus denen in einem zweistufigen fachlichen Verfahren jeweils der überzeugendste Ansatz ausgesucht wird. Für diese Skizze wird die jeweilige federführende Durchführungsorganisation des Konsortiums aufgefordert, einen Antrag auf Durchführung einer sogenannten Prüfmission zu stellen. Auf der Basis dieser bis zu sechs Monate dauernden Prüfmission wird die Realisierbarkeit der Skizze gemeinsam mit den politischen Partnerinstitutionen in den Partnerländern überprüft. Erst dann legt das Konsortium den vollständigen Programmvorschlag vor und das Bundesumweltministerium entscheidet über den Programmbeginn.